Heute mal nicht an DDOS-Attacken teilnehmen

WordPress bietet ja eine sogenannte “Pingback”-Funktionalität an. Dies erlaubt es, nachzuverfolgen, wer auf WordPress-Artikel verlinkt. Näheres zu Pingbacks gibt es bei Wikipedia.

Und weil es ja so “lustig” ist, fremde Rechner dazu zu bringen, andere fremde Rechner zu attackieren, haben findige Leute rausgefunden, wie man WordPress-Seiten mit vorgegaukelten Pingbacks dazu bringt, Pingback-Antworten an Dritte zu senden.

Mit einer entsprechenden Anzahl von Antworten von vielen Servern wird so das Opfer in Pingback-Antworten “begraben” und ist nicht mehr erreichbar. Wer mehr dazu wissen will, Heise hat dazu einen netten Artikel.

Mir ist das Ganze als Admin erst ein paar Mal untergekommen, aber es ist damit zu rechnen, dass es hier damit später noch richtig losgeht.

Leider lassen sich die Pingbacks nicht abschalten, und aus Sicht der WordPress-Programmierer handelt es sich hier auch nicht um einen Bug, der behoben werden muss.

Als verantwortungsbewusster Website-Betreiber muss man sich also selbst darum kümmern, dass das eigene Blog nicht ungewollt andere Webserver attackiert.
Hierzu gibt es mindestens zwei Plugins:

Wordpress-Plugins zur Deaktivierung der XMLRPC-Funktionalität, um zu verhindern, dass das eigene Blog an DDOS-Attacken teilnimmt
WordPress-Plugins zur Deaktivierung der XMLRPC-Funktionalität, um zu verhindern, dass das eigene Blog an DDOS-Attacken teilnimmt

Also einfach eines der Plugins installieren und WordPress reagiert nicht mehr auf Pingbacks. Rettet nicht die Welt, macht das Internet aber wieder ein bisschen zu einem besseren Ort :)

Neues vom Spassprojekt

So…erster Post mit WordPress.

Und Zeit, mal wieder über mein – wie ich es mittlerweile nenne – Spassprojekt zu schreiben. Mittlerweile ist ne Menge Zeit vergangen, und wir lassen die Dinger tatsächlich schon bauen. Es gibt zwei Versionen, eine grosse “Gold Tag” und eine Pedalversion.

Die “Gold Tag” ist ne auf 100 Stück limitierte Auflage und auch schon fast ausverkauft. Die Pedale sind in Produktion, wenn alles glattgeht, liefern wir die ab April aus. Wir lassen mal 150 Stück bauen. Schauen wir mal, wie’s weitergeht damit. :)

Abschliessend noch ein paar Fotos aus der ganzen Zeit. Als Slideshow, eh klar. Wenn schon WordPress, dann auch mit fancy plugins.

 

#TwittKULTur

Am vergangenen Freitag Abend 25.10. (Mann, bin ich blogfaul) wars dann endlich soweit: Zeit für #TwittKULTur im Cafe Tachles. #TwittKULTur war eine Benefizveranstaltung von österreichischen Twitterern, von der es hoffentlich eine Fortsetzung gibt. Es gab Lesungen, Kabarett, es wurde musiziert, es wurden Bilder zugunsten eines Kinderhospizes versteigert und jede Menge gelacht. Grossartiges Engagement von grossartigen Menschen.
Eine super Veranstaltung und ein wunderschöner Abend.

Und nun hat #TwittKULTur auch eine eigene Website. Bitte hier entlang: http://www.twittkultur.at/ Dort gibt es auch Fotos und den kompletten Abend als youtube-Playlist zu sehen: TwittKULTur #1 25.10.2013

Das wichtige ist jetzt aber:

Am Sonntag, 24.11. 2013, 16:45 Uhr und 18:30 Uhr wird Herr Quargel dort im Rahmen von #TwittKULTur Block flöten. Dies ist ein Kindertheater, und die Einnahmen kommen den Opfern des Hurrikans auf den Phillipinen zugute. Hier gibts mehr Informationen zur Veranstaltung.
Bitte kommt, bitte spendet. Ich werde natürlich auch da sein :)

Zur Erholung der Bevölkerung

Die Donauinsel in Wien ist ja etwas ziemlich einzigartiges. Geschaffen eigentlich zum Schutz der Stadt vor Hochwasser durch die Donau, ist sie eines der Freizeitparadiese der Wiener schlechthin. Und als solche haben wir uns auf dem heutigen Sonntagsspaziergang dorthin begeben. Natürlich hat auch ein Imbiss (oder besser: eine Jause) mit Bratwurst und Sturm nicht gefehlt.
Mittlerweile klingt das herbstliche Farbenfeuerwerk schon etwas ab, und die Sonne geht auch schon sehr schnell unter. Weshalb ich den Sonnenuntergang fotografisch auch leider versäumt habe, denn da hab ich grad meine Bratwurst gemampft.
Äh, naja, aber es sind trotzdem viele schöne Fotos geworden:

Gegangen: Wild Urb – Reges Leben

Neulich (also vor gut einem Monat) haben wir uns an einem Sonntag mal wieder zu einem Urbwalk aufgemacht. Und zwar haben wir uns für “Reges Leben” aus dem “Wien Geht”-Buch entschieden.

Es ist ja so: auch, wenn ich schon gut 15 Jahre in Wien liebe, gibt es hier noch immer jede Menge unentdeckter Ecken für mich. Was grössenteils daran liegt, dass ich meistens mit Öffis oder auch im Auto unterwegs bin. Man sieht die Stadt dann zwar, aber man lernt sie nicht kennen.

Eine Stadt, ein Viertel, eine Umgebung richtig kennenlernen geht eigentlich nur zu Fuss. Weil man dann genügend Zeit hat, seine Umgebung in Ruhe anzusehen, die lokale Stimmung spüren und die Umgebung auch riechen zu können. Riecht ja doch überall anders, gell?

Eben alle Details wahrnehmen. Das funktioniert besonders gut, wenn man einfach nur um des Weges willen durch die Stadt geht. Und ich bevorzuge Spaziergänge durch die Stadt, weil ich das urbane Umfeld geniesse. Es darf gern mal in die Natur gehen, solange die U-Bahn nicht zu weit weg ist 😉

Absolutes Highlight dieses Walks ist der Augarten, in dem wir beide zum ersten Mal waren. Es war wundervolles Herbstwetter, und der überraschend grosse Augarten hat sich wohl von seiner besten herbstlichen Seite gezeigt. Auch die Strassenmusikanten aus dem Artikel waren da.

Immer im Blick sind die Flaktürme dort. In Wien gibts sechs Stück davon, wobei immer zwei zusammengehören, die eine Einheit aus Steuer- und Geschützturm bilden. Mehr zu den Flaktürmen gibts hier: Wiener Flaktürme bei Wikipedia.

Sehr beeindruckend war auch die Bandbreite der Augartenbesucher an diesem sonnigen Herbsttag. Zwei Kindermannschaften spielten vor einem der Flaktürme Fussball, mit den Eltern als Publikum. Junge und alte Paare genossen auf den Bänken die Herbstsonne. Und im Waldstück des Augartens waren etliche Spaziergänger auch abseits der Wege unterwegs. Und es war recht gut zu erkennen, dass viele von ihnen oft herkommen, in den Augarten.

Der Walk war wieder fantastisch, der Augarten und auch das Karmeliterviertel bieten eine Menge zum Sehen und Fotografieren. Eigentlich schon genug für zwei Spaziergänge; wenn man nicht gerade fortgeschrittener Urb ist und sich im Augarten schon ausgetobt hat, kommt das Karmeliterviertel etwas zu kurz. Man kann aber auch am Vormittag starten und ist dann mit viel Umschauen bis in den späten Nachmittag hinein unterwegs.

Wir haben uns abschliessend am Karmelitermarkt im “Cafe Einfahrt” niedergelassen und dort lecker Sturm, eine Lammwurstplatte und Salat gefuttert. Ebenfalls zu empfehlen und ganz in der Nähe, am Karmeliterplatz, ist übrigens das Kultcafe Cafe Tachles. Reinschauen lohnt sich auch dort.

Und jetzt dann ein paar Fotos:

Gegangen: Grelle Aussagen

Ich bin ja der Liebe wegen (einer vergangenen mittlerweile) nach Wien gezogen. Und mit dieser Liebe dann durch Wien. Einer der ersten Wege, die wir gemeinsam gegangen sind, war entlang des Donaukanals. Nachdem es mit dieser Liebe vorbei war, bin ich selbstredend in Wien geblieben, denn Wien ist ne geile Stadt.

Man könnte den Donaukanal als eine Art “Canale Grande” von Wien bezeichnen, denke ich. Einen Wikipedia-Eintrag hat er auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Donaukanal

Wenn man von der Strasse eine der Treppen zum Donaukanal hinuntergeht, betritt man quasi eine andere Welt. Natur, Wasser und Graffiti anstelle von Beton und Strassenverkehr.

Und Wild Urb hat dafür auch den passenden Track, “Grelle Aussagen”. Das passt auch recht gut, den Graffitis sind dort erlaubt und dementsprechend auch in grosser Zahl und Vielfalt vorhanden. Man wird geradezu mit Reizen überflutet.

Wer sich den Spass in voller Länge geben will, startet ab U4/U6 Spittelau, wandert stadteinwärts, um dann am Schwedenplatz auf die andere Seite zu wecheseln und zurückzugehen. Unterwegs gibts jede Menge Gelegenheiten, etwas Flüssiges oder Festes zu sich zu nehmen, auszuruhen und zu schauen. So zwei bis drei Stunden sollte man sich schon Zeit nehmen, um das Ganze richtig auf sich wirken zu lassen.
Der Eindruck einer versteckten eigenen Welt unterhalb der alltäglichen ist jedenfalls faszinierend.
Track online: “Grelle Aussagen” – Donaukanal
Track im “Wien geht”-Buch von WildUrb auf Seite 56 (Track 11).
*Edit:* Das “Wien Geht”-Buch von Wild Urb gibts dort: http://www.wildurb.at/infos/buchinfo/wien-geht/

So, jetzt zu den Fotos. Nur eine kleine Auswahl und doch sehr viel. Von der Spittelau zum Schwedenplatz und zurück.
Wie immer draufklicken zum Vergrössern:

Gelesen: BussiBussi

Unlängst haben wir uns ja das Buch “Wien Geht” gekauft, das dazu animiert, Wien zu Fuss zu erkunden. Es werden Touren vorgeschlagen und jede Menge Infos über die Stadt und die jeweiligen Viertel, durch die man gerade marschiert, vermittelt.

Auch auf der Website www.wildurb.at gibt es eine Menge Touren durch Wien inklusive GPS-Daten fürs Navi. Höchst cool. Auch, wenn man wie ich als zugereister ScheissPiefke schon 15 Jahre in Wien wohnt.

Dem haben Fred, Marcus, Doris und Jine jetzt noch eins draufgesetzt und “Bussi Bussi”, den Stadtwanderführer für Verliebte veröffentlicht.
Ja, ich weiss, es mag jetzt verwundern, dass ich hier über ein Buch für Verliebte schreibe, aber wenn ich mich schon positiv dazu äussere, ist damit auch gleich klar, dass es hier nicht um schmalzige Geschichten und Herzschmerz in Wien geht, oder darum, wo man am besten den Donauwalzer tanzen kann.

Es geht darum, mit der oder dem Liebsten Wien zu erkunden und ist damit super für Wien-Urlauber geeignet, weil auch etliche touristische Ziele abgehandelt werden, wenn auch auf unkonventionellere Art und Weise. Es gibt jede Menge Touren in und um Wien, es gibt kulinarische Tips, es geht in die Natur, in den Prater, in die City.
Und es geht auch ins Stundenhotel. In ein sehr berühmtes und elegantes. In dem ich auch noch nicht war.

Ausserdem geben ein paar Wiener Promis Geschichten und Meinungen zum Thema Liebe zum Besten und es gibt Spiel- und Rätselcontent. Ehrlich, das Buch ist ne halbe Paartherapie :-) Tja, was soll ich sagen, ich bin begeistert. Ich denke, da werden noch ein paar Buchgeschenke über den Weisswurstäquator wandern. Von Süden nach Norden jetzt.
Die Bücher sind übrigens sehr handlich und passen in jede Handtasche und auch in die Seitentasche der Cargohose.

Kaufts Euch, Leute! Cooler kann Romantik nicht werden.
<3

Sommer am Friedhof St. Marx

Wir waren heute mal wieder am Friedhof St. Marx, einem wunderschönen Biedermeierfriedhof. Es ist irre grün dort, eine Menge Wildwuchs, und die Sonne sorgt (neuerdings wieder) für wunderschöne Anblicke. Und gerade abseits des Hauptpfades findet man tolle Ansichten und Fotomotive. Und sogar wilde Himbeeren.
Ausserdem war Premiere für die neue EOS 660D. Lets see, alle Bilder click to enlarge:

Der Kampf mit der Hollandaise

Ich liebe ja Spargel mit Sauce Hollandaise. Unvergessen sind die Spargelexzesse bei Oma und Opa in Neumünster. Berge von Spargel, mit Salzkartoffeln, Sauce Hollandaise und einem dicken, aber zarten Stück Holsteiner Schinken.

Allerdings hab ich keine Ahnung, wie Oma die Hollandaise gemacht hat, und bin mehr als oft genug an der klassischen Herstellung der Sauce Hollandaise mit geklärter Butter und Herumtuerei mit Eigelb und der Schüssel im Wasserbad gescheitert. Kaum wirds zu heiss, zerfällt die Geschichte.

Heute wollt’ ichs aber nochmal versuchen und bin auf der Suche nach Tipps zufällig auf Die schnelle Sauce Hollandaise (Rezept) auf www.cuisine.at gestossen. Klang erfolgsversprechend.

Also 2 Stunden vor dem Essen die ohnehin kalte Butter (250g) in kleine Würfel geschnitten, zur einfachen Entnahme auf einem Teller ausgebreitet und in den Tiefkühler gegeben, damit sie extra kalt ist.
Drei Eigelb abgetrennt, in einen Topf. Ca. 3 EL Weisswein dazu.
Auf den Herd, bei kleiner Flamme gerührt, bis das Eigelb zähflüssig wird. Topf runter vom Herd.
Butter aus dem Tiefkühler holen.
Rein mit den ersten zwei Butterstücken. Topf auf den Herd, mit dem Schneebesen kurz rühren, Topf runter vom Herd.
Weiterrühren, bis die Butterstücke geschmolzen und mit den Eigelb vereint sind.
Topf wieder auf den Herd, 4 Butterstücke dazu. Rühren, bis genug Hitze am Topfboden da ist, dass die Butter schmilzt. Topf runter vom Herd.
Weiter so verfahren, bis alle Butterstücke in der Sauce sind.
Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskatnuss abschmecken.

Wichtig: Wie auch im obigen Rezept beschrieben, sollte man auch nach Fertigstellung der Sauce, wenn der Topf vom Herd ist, noch weiterrühren. Der Topf wärmt nach, und mit etwas Pech zerfällt die Sauce dann.

Das ist mir tatsächlich passiert, ich hab die Sauce aber mit einem Schuss kalten Wassers noch retten können. Sie hat dann wieder gebunden, und mit etwas weiterer Butter war sie auch wieder so sämig wie vorher.

Hat insgesamt ca. 15 Minuten gebraucht, man fängt also am besten an, wenn das Spargelwasser schon fast kocht.

Mahlzeit!

Fazit: Klasse Rezept, leckere Hollandaise ohne grosses Konzert mit Wasserbad und geklärter Butter. Geht doch!

Ausflug nach Mauthausen

Madame und ich haben uns ein paar Tage freigenommen, um mal abzuschalten und aus dem Trott rauszukommen.
Und weil sie mal wieder hin wollte (letztes Mal in der Schulzeit) und ich so etwas noch nie gesehen habe, sind wir nach Mauthausen gefahren und haben uns dort das Konzentrationslager angesehen.

Manche Nazi-Grausamkeiten sind wirklich unfassbar. Die Routine und der Sadismus, mit denen Menschen gequält und getötet wurden. Lagerzäune unter Hochspannung, schon mit Warnschildern, die aber nur von aussen, also nicht von der Lagerseite aus zu sehen sind. Mehrere hundert Leute sind allein in den Stromzäunen gestorben. Insgesamt wurden in Mauthausen über 100.000 Menschen umgebracht.

Eigentlich kann man angesichts dieser Beweislast Holocaust-Leugner nur in die geschlossene Anstalt einweisen.

Click to enlarge: