Neulich

waren wir ja wieder bei Ikea, um bissi Kleinkram für den Balkon zu besorgen, den Uschi ein wenig umgestaltet hat, wie man hier und hier sehen kann.
(Ich finds ja immer witzig, wie manche Frauen dort mit einem seligen Lächeln und glasigen Augen durchgehen, als hätten sie grad einen multiplen Orgasmus gehabt, vielleicht liegts auch an den tollen Kerzen dort aber das nur am Rande)
Jedenfalls hab ich mir dann auch nen netten Rahmen für mein AC/DC-Devotionalienposter mitgenommen. Schaut dann so aus:

Blitz, Donner und Hagel

Vorhin mördermässiges Gewitter gewesen, das in Bayern etliche Schaden angerichtet hat. Wir waren grad am Balkon, als es zum Blitzen anfing und
die Kamera war auch in Greifweite. Hab leider keinen Blitz erwischt, schaut aber auch so recht gut aus. Am Ende kam dann ne Menge Wasser von
oben.

Blitz:

Blitz:

Blitz:

Viel, viel Wasser:

Ausflug nach Bratislava

Waren heute mit Helga, Robert und Carina (Schwester, Schwager, Nichte von Uschi) in Bratislava. Mit dem Twin City Liner (Schnellboot) ab
Schwedenplatz, Donaukanal hingedüst, das Schiff fährt um die 50 km/h und knappe 70 Minuten von Wien nach Bratislava.
Dort kleine Stadtrundfahrt rauf zur Burg gemacht, nette Panorama-Fotos geschossen und mit dem Teleobjektiv herumgespielt.

Danach dann die Altstadt unsicher gemacht und angesichts der Hitze (33 Grad) öfters mal in Gastgärten Station gemacht.

War nett und lustig. Und jetzt sind wir müde, weil das Schiff um 8 losfuhr und wir deshalb schon um 6 aus der Heia mussten.

Galerie gibts hier.

Eltern…

…sind ja grundsätzlich sowas von asexuell!
Vorhin im Neubaublog diesen Eintrag gelesen, der wie ein Arsch auf den Eimer zu dem passt, was wir gerade selbst auch erleben.
Offenbar ist die Vorstellung, dass die Eltern Sex haben, für Jugendliche, die so langsam anfangen, die praktischen Seiten
der menschlichen Sexualität zu entdecken, vollkommen undenkbar und absurd.
Auch die Anmerkung, dass der kichernde, gackernde Zweibeiner nicht vom Storch gebracht wurde, vollbringt es selbstverständlich nicht, den hormonberauschten Teenager in die Welt der Realität zurückzuholen.
Stattdessen erntet man Bemerkungen wie “ich stell mir das grad bildlich vor” und ähnliches. Naja, na und?
Ich kann mir “das” ziemlich gut bildlich vorstellen und hab keine Probleme damit, im Gegenteil.
Ey, Ihr jungen Spacken, Sex ist kein Vorrecht junger Menschen mit perfekten Körpern, und sehr sehr bald werdet Ihr ebenfalls keine perfekten, MTV-tauglichen Körper mehr haben und dann ebenfalls zu den Leuten zählen, die ihr Recht auf Sex verloren haben und dürftet dann gemäss Eurer eigenen Auffassung selbst wieder Einhandflöte spielen, MUAHAHA!

Bella Italia – eine Woche bei den Spaghettifressern

Oh, nicht das jemand glaubt, ich würde Italien und/oder die Italiener nicht mögen. Nein, ich liebe Land und Leute.
Aber das ist ja kein Grund, nicht bissi die Klappe aufzureissen…ich nenne meine Landsleute schliesslich auch Piefkes,
wenns mir gefällt 🙂

Wie immer bei so Unternehmungen sind wir mitten in der Nacht morgens, zu gesetzter Zeit
aufgestanden, haben unsere Koffer, unseren Teenager und ihre Freundin Jassy in unser Auto gepackt und sind gen
Süden aufgebrochen.

Etliche Stunden und viel zu wenige Rauchpausen später sind wir dann in Lido di Jesolo angekommen. Da das Navi und
mein Orientierungssinn sowieso verrückt spielten, sind wir uns gleich mal wegen des Weges zur Appartment-Agentur
leicht in die Haare geraten, das hat sich dann aber gleich wieder in Wohlgefallen aufgelöst, als ich im dritten Versuch
meine Stellung als Techniker der Familie behaupten konnte und die Adresse im Navi endlich korrekt eingegeben habe.
Den Rest des Weges zur Appartment-Agentur hat Uschi dann in perfektem Italienisch Englisch erfragen
können. Wir sind halt ein perfektes Team.
Njo, nach Zahlung der Kaution zum Appartment getuckert, dieses auch schnell gefunden. Appartment geentert, ausgepackt,
Essen gegangen.
Was ich ja vom letzten Mal (2006) ja nicht so in Erinnerung hatte, waren die Gelsen. Jeden Abend so ca. 3-5x gestochen worden.
Jassys ist wohl am meisten gestochen worden, mitunter haben ihre Waden ausgesehen, als häten die Dartweltmeisterschaften
auf ihnen stattgefunden.

Das Appartment war ziemlich bescheiden, Feldbetten, Pferdedecken und lausige Kopfkissen, einen Mini-Espressobereiter, nicht
funktionierender Fernseher und ein “luxoriöses” Bad. Naja, die Honeymoon-Suite gibts halt ein anderes Mal.

Im Grunde lief dann jeder Tag von Sonntag bis Samstag gleich ab:
Auspennen, Espresso, Strand, baden gehen, Frühstück an der Strandbar (irgendwas Überbackenes und ein Croissant, Cappucchino),
Sonne auf die Schwarte (Franz) bzw. auf den Luxuskörper (Uschi,Sonja,Jassy) scheinen lassen, baden, Mittagessen,
Sonne auf die Schwarte (Franz) bzw. auf den Luxuskörper (Uschi,Sonja,Jassy) scheinen lassen, heimgehen.

Dann duschen, anziehen und auf die Mädels warten (Franz), duschen, anziehen, fesch machen und auf die Mädels warten
(Uschi) und duschen, quatschen, am Balkon rauchen, quatschen, schminken, Klamotten auswählen, Haare glätten,
mehr schminken, quatschen, am Balkon rauchen, einparfümieren, bis die Nase abwinkt (Sonja, Jassy).
Aber ich will mich hier jetzt nicht beschweren, länger als 2 Stunden haben wir selten gewartet.

Dann los auf die Amüsiermeile, Restaurant suchen. Mit wechselndem Erfolg. Von “voll daneben” bis “verdammt lecker” war
alles dabei. Die ganz feinen Restaurants haben wir ausgelassen, wäre zu teuer gekommen. Aber auch bei den mittelfeinen
konnte man schon supergut essen, wenn man sich das Treiben drinnen vorher ein wenig angesehen und ein so ein wenig
Vorauswahl getroffen hatte.
Voll ins Klo gegriffen hab ich, als ich mir ne Pizza “Frutti de Mare” bestellt hab. Nicht dass sie schlecht war, aber es waren
jede Menge Muscheln und anderes Getier drauf, und Sonja als Beinahe-Vegetarierin wär fast aufgestanden und gegangen…

Sie so: “Die armen Muscheln, und was ist das da?”
Ich so: “Das sind kleine Tintenfische”
Sie so: “Na geh, die Armen!!!”

Sie hat dann aus Protest gleich die verbliebenen 2 Scheiben Salami von ihrer Pizza entfernt…Naja, hab ihr dann ein wenig was
vom Beifang erzählt und dass es immer noch besser ist, das Zeugs auf ne Pizza zu hauen, anstatt es halbtot wieder ins Meer zu
werfen.
Dabei war sie vorher noch an meiner Vorspeise (Carpaccio mit geriebenem Parmesan auf Rucola) interessiert, hat auch probiert,
aber natürlich hats ihr nicht geschmeckt. Mir übrigens auch nicht, das Fleisch war zwar sehr zart, aber zu dick geschnitten und
der Käse war weitestgehend geschmacksfrei, vermutlich, weil er schon zu Omas Silberhochzeit vor 2 Jahren gerieben wurde.
Die Pizza war allerdings lecker und sehr reichlich mit frischen, aromatischen Meeresfrüchten belegt.

Am besten hat mir jedoch ein Restaurant gefallen, das wie ein englischer Pub gestyled war, das “Black Cat Pub”. Leckere Steaks,
feine Salate, die ich mir beide Male mit Sonja geteilt hab. Und ja, GUINNESS! In Italien! Herrlich!
Ausserdem gabs dort noch Newcastle Brown Ale, ebenfalls sehr leckeres Bier. Wers nicht kennt, muss es probieren!

Anschliessend haben die Mädels dann Ausgang bekommen, meistens so bis 12. Sie sind aber eh immer brav pünktlich oder
sogar früher heimgekommen und waren kein einziges Mal besoffen. Sofern sie nicht heimlich dann im Zimmer an Alkflaschen
genuckelt haben.

Äusserst genervt haben mich meine Hörgeräte. Ich hab ja meinen Trockner mitgenommen (ein Trockengerät für Hörgeräte,
das von Schweiss beschädigte Hörgeräte über Nacht mit heisser Luft trocknet und wieder herstellt), der sich dort als echter
Arschretter erwiesen hat. Ständig hatten die Scheissdinger was. Haben sich ausgeschaltet, herumgesponnen und sind mir
mächtig auf die Nerven gegangen. Hatte extra ein Ersatzgerät mit, um auf beiden Ohren mit meinem iPhone-Hörgeräte-
Adapter MP3s hören zu können, aber das Mistding gab am zweiten Tag den Geist auf. Habs heute in Reparatur gegeben.

Viel Freude hingegen hat mir die neue Kamera gemacht. Wie man an den Venedig-Fotos
auch gut erkennen kann. Wir haben abends am Balkon mit der Kamera herumgespielt und ein paar sehr schöne, aber eben
auch private Fotos hinbekommen. Nein, nicht, was Ihr Ferkel jetzt denkt!
Ich stehe noch mit Uschi in Verhandlungen, welche Fotos dann, passwortgeschützt, veröffentlicht werden dürfen.

Am Dienstag waren wir dann für einen Tagesausflug in Venedig. 30 Mins mim Auto hin, parken, aufs Schiff, 30 Mins
nach Venedig schiffen tuckern. War grandios, stimmungsvoll, selten ein wenig unentspannt,
heiss, verschwitzt, witzig, romantisch, lieb. Siehe dann auch die Fotos, die ich veröffentlichen darf.

Und nach 7 Tagen, genau rechtzeitig, wie ich finde, haben wir uns dann wieder auf den rauchpausenarmen Rückweg gemacht.
Die Mädels waren bis um 5 Uhr morgens wach, um 8 haben wir sie geweckt, um 10 war Abreise. Dementsprechend war bis zum
späten Nachmittag Ruhe im Auto.
Und jetzt hocken wir noch ne Woche daheim, pflegen unseren Sonnenbrand und erholen uns von der Fresserei.

Das mit Abstand Schönste an dieser Woche war aber, Uschi mal wieder abseits des Alltags zu erleben, lange Gespräche mit Kerzen
und Wein am Balkon zu haben und ein wenig unsere Liebe neu zu entdecken.

Gastkommentar von Uschi:
also es ist ja fast alles wahr – bis auf die rauchpausenarmen Fahrten – denn so schlimm war es nun bei weitem nicht – mindestens alle 1,5 stunden haben wir pause gemacht auch weil ich zeitweilig vom auto fahren dann doch etwas ermüdet war.
unser opel-meriva hat uns sicher durch die insgesamt 1170km lange fahrt geführt und das mit recht guter geschwindigkeit (für meine begriffe) und trotz voller beladung.
wollte ja mein italienisch verfeinern in italien – aber gottseidank konnten viele deutsch oder englisch denn hatte mich doch glatt überschätzt..aber der nächste italienisch-kurs beginnt ja bald..
ja von den geschätzten 100 strandverkäufern hat franz auch nicht erzählt – egal ob badetücher, handtaschen (eine ist jetzt mein) , uhren, sonnenbrillen, massagen und rasta zöpfchen – es wurde einem (fast) alles angeboten was das herz begehrt.. war recht lustig anzusehen – aber an einem nachmittag hat die polizei alle auf – und verscheucht und da taten sie mir fast schon wieder leid – so lästig sie auch waren.
auch dass wir unsere strandlektüre genau bis freitag fertig gelesen hatten sei erwähnenswert.
ich war dann auch wieder froh als es an die heimreise ging aber denke in einer etwas luxuriöseren umgebung hätte ich es noch ein paar tage länger ausgehalten.. aber die erste nacht im eigenen bett – unbezahlbar 🙂

Nachtrag von Franz:
Stimmt, die Strandverkäufer hab ich vergessen. Der absolute Schlager war einer, der 50 cm hohe, geschnitzte Statuen verkaufen wollte,
und damit am Strand herumgerannt ist.
Irgendwann werden die Typen Einbauküchen und Klaviere am Strand hinter sich herziehen…

AUFWACHEN!!11

Jo, mit dem rechtzeitigen Aufwachen hatte ich früher, in der Lehrzeit, der Blüte meiner Jugend (jaja, als die Dinosaurier noch lebten, haha) echt so meine Probleme. Ich hab nen bombenfesten Schlaf und höre nix ohne meine Hörgeräte. Wie also wach werden?
Zuerst Lichtwecker. Dran gewöhnt, nimmer wach geworden. Dann 500 Watt Halogenscheinwerfer aufs Bett gerichtet, Zeitschaltuhr dran. Ne Zeit lang schweissgebadet, aber rechtzeitig wach geworden. Klar, ist ja heiss, das Ding. War echt nervig im Sommer.
Dann auch daran gewöhnt. Neue Idee: nen Ventilator auseinandergebaut, Motor auf ne Sperrholzplatte, Stück Metall exzentrisch dran, dass es schön eiert, Sperrholzkasten drum herum.
Hatte genug Kraft, um das ganze Bett zum vibrieren zu bringen. Hat super funktioniert, bis der Motor w/o gab. Mit der Zeit und zunehmendem Alter hat sich dann meine innere Uhr entwickelt, die mich recht zuverlässig wach werden lässt, wenn ich allein schlafe.

So gehts allerdings auch.