Playing my ass off

So…jetzt hab ich ne ganze Woche lang mehr oder weniger ausschliesslich das “Back in Black” Mainriff geübt. Teilweise 2 Std. am Tag, ein paar Tage aber auch ausgelassen, da beruflich Auswärtstermine gehabt und abends dann zu müde gewesen.
Ich muss echt sagen, das Riff ist irre schwer zu spielen. Nach ca. 30 Durchgängen ist meine linke Hand lahm.

Lohn der Mühe: Es klingt nun schon mal nach “Back in Black”, nur das kleine Lick mit den 5 Anschlägen auf hoher E- und H-Saite (der eigentliche Grund für diesen Gewaltmarsch) gelingt mir noch immer nicht so, wie es sich eigentlich anhören muss.

Tabs erstes Lick:

e |--3--0-------------------|
B |--------3--0-------------|
G |---------------2b4r2p0---|
D |-------------------------|
A |-------------------------|
E |-------------------------|

Das zweite, etwas leichtere Lick geht so:

e |------------------------|
B |------------------------|
G |------------------------|
D |------------------------|
A |--2----2----2----2------|
E |-----4---5b---6b---7\---|

(Wer sich wundert: Die H-Saite wird in den englischen Tabs immer als B bezeichnet.)
Die Tabs hab ich vom Andre (JaiminhoPagina).

Jedenfalls lässt mir der Kram keine Ruhe, und ich kann erst mit dem Solo von “You shook me all night long” weitermachen, wenn ich dieses Riff kann. Noch was für die Ohren. Aufgenommen mit meiner konkurrenzlosen Fotostativ-Schraubzwinge-Mikrofon-Bastelei:

Back in Black, Main Riff, aktueller Stand

Und damit die Finger nicht vom ewig gleichen Spiel durcheinanderkommen, hab ich noch das “shook me” mit aufgenommen. Einfach runtergespielt, ohne vorher gross zu üben. Das wenig bis nicht vorhandene Vibrato im Solo nervt etwas:

shookme – aktueller Stand

Wer was zum Spiel oder zu den Aufnahmen sagen möchte, soll sich bitte nicht zurückhalten. Konstruktives Feedback ist immer gut 🙂

Stille hier…

im Blog. Aber dafür isses im Wohnzimmer laut 🙂 Ich sitz noch immer an dem Main-Riff von “Back in Black” und spiel mir den Arsch ab damit. So lange, bis es endlich perfekt klingt!

Bastelkram

Hab mir gestern im Blödmarkt ein billiges dynamisches Mikrofon mitgenommen und gestern und heute ausgiebig mit Aufnahmeparametern, Mikrofonabständen und Aussteuerungen herumgetestet.
Das vorläufig beste Ergebnis hört sich so (Link zum mp3) an.

*Update:* Datei wurde umbenannt und Link zum mp3 angepasst.

Mangels Mikro-Ständer hab ich bissi improvisieren müssen und habe das Mikro mit Schraubzwinge, Kamerastativ und Klettband in Position gebracht. Herr Broken ist bestimmt stolz auf mich 😉

For the records: Abstand zur Cabinet-Bespannung: 10-12 cm, Ausrichtung Mikro parallel zum Lautsprecher, genau aufs Zentrum zeigend, Speaker links unten.

Ach, und grosses Dankeschön an den Steve, der mir beim Probehören der Aufnahmen seine Ohren geliehen hat und mir mit Höreindrücken zur Seite stand.
Ich bin bei so Aufnahmen immer etwas unsicher, weil ich meinen Ohren da nicht ganz traue. Hochfrequentes Rauschen und minimale Übersteuerunghöre ich nämlich nicht.

Pix:

Der ultimative Verstärker -I-

Mein heissersehnter Verstärker, ein Marshall 2204 JMP Master Volume Lead, 50W head von 1979, ist ja gestern angekommen. Ich hatte dann leider nur in der Mittagspause und dann am Abend noch kurz ein wenig Zeit, ihn anzutesten.

Bisher hab ich ja mit einem Marshall MG 15 CDR gespielt, einem 15 Watt Transistor Combo-Verstärker mit Röhrensimulation. Sehr schönes Teil für Anfänger, war beim Musikuniversum Wien-Floridsdorf für 149,- im Schaufenster, runtergesetzt von 199,-. Der MG 15 CDR ist laut genug für zu Hause und mit aktivierter FDD-Schaltung klingt er auch ansatzweise röhrenmässig, wie ich jetzt weiss.

Was ich bei dem MG 15 CDR nun vermisst habe, ist ein weicher, bluesiger Klang. Zum einen hat er mit nur einem 10″ Lautsprecher drin, relativ wenig Bass, zum anderen klingt er mir zu eckig und zu höhenbetont. Vermutlich hätte ein Combo mit 12″ oder 2x 12″ und einem Mittenregler dazu besser gepasst.

Nachdem ich jetzt schon ne Weile lang bei Fil (SoloDallas) mitlese und sehr begeistert von dem Klang seines Marshall JMP 100 Watt MasterVolume bin, andererseits aber wenig bis keine Ahnung von Röhrenverstärkern habe, hab ich mich nach fabrikneuen Verstärkern umgesehen, die so klingen, wie der JMP.

Gibts aber offenbar nicht. Auch der Vintage Modern klingt anders. Ebenfalls angedacht war der Marshall 2061X, ebenfalls eine Vintage-Neuausgabe. Letzterer klingt zwar schon sehr gut und auch ähnlich, hat aber den Nachteil, keinen MasterVolume-Regler zu haben.

Für einen guten AC/DC-Sound braucht man einen leicht verzerrten Klang, den ein Röhrenverstärker erst dann produziert, wenn man laut genug aufdreht. Das hat aber, wenn man im trauten Heim musiziert, den Nachteil, dass sich dann irgendwann die Nachbarn in Form eines Lynchmobs mit Fackeln und Heugabeln bewaffnet vor der Wohnungstür versammeln.

Um das zu verhindern, gibt es spezielle Geräte, welche die Menge an Strom, die vom Verstärker zu den Lautsprechern geht, wieder absenken. Nennen sich “Power Breaks” oder “Attenuator”. Sind an und für sich ein Verbund aus fetten Widerständen, die einen Grossteil des vom Verstärker produzierten Stroms in Wärme umwandeln und den Rest dann zum Lautsprecher durchlassen. Damit könnte man also auch einen voll aufgedrehten 100 Watt-Verstärker klangmässig entsprechend einstellen und dann auf erträgliche Lautstärke runterdrehen.

Muss man aber nicht.
Nämlich dann, wenn man sich stattdessen einen Verstärker mit MasterVolume (MV) zulegt, der das gleiche effektiver erledigt. Und natürlich reichen für zu Hause und auch für den Proberaum 50 Watt locker. Mehr als das, ich hab gesehen, dass bei MV auf 4 an einem 4×12″ Cabinet hier im vielleicht 35m² grossen Wohnzimmer bereits die Hosenbeine flattern. Oder besser gesagt, ich habs gespürt, hehe.

Man dreht einfach den Preamp-Regler weit auf, sorgt so für Verzerrung, und dreht dann das MV wieder auf annehmbare Lauststärke runter. Und schon hat man Live-Sound in Zimmerlautstärke.

Ich hätte mir also für den 2061x, der neu um die 1300 Euro kostet, noch ein Zusatzgerät kaufen müssen und hätte dann für vielleicht 1500 noch immer keine Box gehabt. Und nur fast echten AC/DC-Sound.

Fil (SoloDallas) hat mich dann im Laufe der Diskussion angeschrieben und gemeint, ich soll mir einfach nen gebrauchten JMP bei Egay Ebay suchen. Dass ich das dann gemacht hab, ist ja mittlerweile bekannt. Und ich bin alles andere als enttäuscht. Das Ding klingt einfach supergeil.

Und jetzt brauch ich nur noch genug Zeit, um mich ausgiebig mit ihm zu beschäftigen. Hab mir dafür dann auch 2 Tage freigenommen.
Ich kann so etwas wirklich nur empfehlen. Klangmässig und finanziell auch. Im Grunde zahlst Du weniger und bekommst dafür mehr. Allerdings gehst Du auch ein grösseres Risiko ein.

More to come.

Kleiner MG15CDR und sein grosser Bruder
MG 15 CDR Panel
JMP Panel

Auf der Suche nach dem ultimativen Verstärker – VII- Happy end and let there be rock!

So. Heute Mittag gegen 14 Uhr hats drrrrrrrr gemacht, weil die Spedition geklingelt hat. Und weil die Herren den recht schweren und dick verpackten Amp zu zweit in den 5. og raufgeschleppt haben, haben sie auch ein ordentliches Trinkgeld bekommen.
Erst mal Verpackung auf Schaden gechecked, keinen gefunden, ausgepackt, noch immer keinen Schade gefunden. Hinten aufgeschraubt, alles fest drinnen und Röhren alt, aber heil.
Letztes Service mit Röhrentausch war 1989, bei Baujahr 1979. Sollten also wohl bald neue Röhren rein, aber derweil gehts noch. Werd demnächst mal nach einer geeigneten Werkstatt schauen.
Nagut, Impedanz-Einstellung der Box 43544 Mal gechecked, 16 Ohm mono mit allen 4 Lautsprechern. Amp ebenfalls auf 16 Ohm eingestellt. Gitarre einstöpseln und runterdrehen. Volume am Amp runterdrehen. Standby auf aus, Power ein. Röhren vorwärmen. Eine rauchen und Fotos machen.
Standby auf on. Erstes Riff von “Back in Black spielen”. Und in die Hose scheissen, weil das Ding so dermassen geil klingt.
Waaahhh…ich packs nicht, das ist echt meiner. Geil!

Die ganze Mittagspause mit Spielen verbringen und dann schweren Herzens weiterarbeiten. Am Abend noch etwas spielen. Mich per Mail bei Fil bedanken. Weil er mir per Mail während meiner Suche nach dem ultimativen Amp dringend zu einem JMP geraten hat. Und das zurecht. Ein Marshall JMP ist Instant-AC/DC. Out of the Box. Egal, was Du einstellst, er klingt immer nach Angus. Warm und bluesig, leicht näselnd, creamy.

Es wird noch bissi dauern, bis ich Aufnahmen herzeigen kann, brauche Mikrofon und Zeugs und einiges an Zeit fürs Herausfinden der Aufnahmeparameter usw. Aber Fotos gibts, und zwar jetzt:

Auf der Suche nach dem einzig wahren Verstärker -VI-

Zum einzig wahren Verstärker gehört natürlich auch die einzig wahre Box. Diese hier ist es nicht, aber das macht nichts.
Bei Ebay ersteigert und heute abgeholt. Ein Marshall 4×12″ Cabinet mit 4 12 Zoll Celestion G12T-75 drin.
Das Cabinet futtert bis zu 280 Watt. Das ist scheissviel 🙂 Dran kommt dann (hoffentlich schon am Montag) der JMP 50 Watt MasterVolume.

Das Cabinet steht im Wohnzimmer abseits in einer Ecke, Cab und Amp sollen aber später in die Mitte rücken.
Weils geil aussieht, wie meine beiden Damen sehr passend angemerkt haben 🙂
Ich bin so verdammt gespannt, wie es sich dann anhören wird…

Natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen, auch mal ins Cabinet reinzuschauen. Pix: