Zum Wochenendblogger verkommen

bin ich momentan. Sorry. Wird sich wieder ändern.
Sonjas Vater hat heute seinen ersten Todestag, und die beiden sind gerade auf dem Weg zum Friedhof. Irgendwie verbinde ich diese Zeit gedanklich mit der Todesnachricht und mit Sonjas Trauer. Auch letztes Mal fing es gerade an, kalt zu werden, und der erste Schnee ist gefallen, so wie diesmal auch wieder. Obwohl Sonja das Ganze recht gut verkraftet hat, fährt sie doch noch regelmässig auf den Meidlinger Friedhof. Danach dann zur Oma und Uschi kommt wieder heim. Jetzt schreib ich mal bissi was, stell mich dann unter die Dusche und koche dann.

Ruhige Zeiten und Weihnachtsstimmung sind noch immer nicht aufgekommen bei mir. Dafür gibts noch zu viel Arbeit und zu viele Termine. Lichtblicke gibts aber auch: ich hab mir ein paar Sachen bestellt, die hoffentlich morgen eintrudeln: neue Röhren, ein Shure SM57 mit Ständer, und einen Amplug Classic Rock Mini-Verstärker. Den Amplug steckt man direkt in den Output der Gitarre und hängt dort seine Kopfhörer ein. Super zum kabellosen Üben im Stehen, wenn der grosse Marshall mal aus bleiben muss. Und die Röhren (2x TAD EL34, 3x TAD RT080) lösen die (falschen) 6L6 und die (richtigen, aber alten) ECC83 Vorstufenröhren ab. Und neue Potiknöpfe für den Marshall hab ich dann auch gleich mitbestellt. Bei meinem fehlen ja 2 Kappen.

Freitag Abend hab ich die Nachbarn, ein Ehepaar, etwa in den 50ern, über uns im Aufzug getroffen, und es entwickelte sich folgendes Gespräch:
*Nachbarn:* Sagen Sie, Spielen Sie irgendein Instrument?
*Ich:* Äh, ja, E-Gitarre, warum?
*Nachbarn:* Naja, letztens hab ich im Schlafzimmer sehr laute Musik gehört…
(Offenbar ist deren Schlafzimmer über unserem Wohnzimmer)
*Ich:* Äh ja, das kann schon sein, obwohl ich normalerweise nicht so laut spiele.
*Er:* War das nicht AC/DC?
*Ich, nicht ohne Stolz:* Ja, in der Tat. Stört es Sie?
*Sie:* Nein, nein, überhaupt nicht, und wenn doch, sage ich Ihnen dann schon Bescheid.
(Aufzug hält in unserem Stockwerk)
*Er:* Aber Sie müssen uns dann schon mal was vorspielen
*Ich:* Äh, gern, aber ich spiele noch nicht besonders gut…

Wir haben uns dann verabschiedet und sie haben mir noch viel Spass beim Spielen gewünscht. Hehe, bessere Nachbarn kann man sich nicht wünschen 🙂

So…jetzt hat zufällig der Fil, der ja auch daheim spielt (wenn auch auf einem ganz anderen Level), ein ähnliches Problem. Echte Zimmerlautstärke heisst bei einem 50 Watt-Marshall mit 4×12″ Cabinet, das Master Volume auf maximal Stufe 2 zu haben. Man hört was, aber es klingt nicht so dolle, weil die Röhren nicht gut genug ausgelastet sind. Ab Stufe 2,5-3 machts dann Spass hier. Mehr hab ich bisher nicht spielend ausprobiert.
Um nun die Röhren besser auszulasten und somit den Sound zu kriegen, den man haben will, braucht man als Bedroom Rocker ([TM SoloDallas])
einen Attenuator, auch Power Soak oder PowerBreak genannt. Im Grunde ein Leistungswiderstand, der die vom Amp erzeugte Leistung grössenteils in Wärme umwandelt und den Rest dann unter Beibehaltung des Original-Sounds an die Boxen weitergibt.
Fil verwendet einen Aracom PRX 150-DAG, den er hier gründlich austestet.das Ding ist einerseits mit 750$ nicht ganz billig und wird andererseits aus den USA verschickt. Schlecht für den ungeduldigen kleinen Franz 🙂
Hab mich dann bei Ebay umgesehen und auch was nettes, vielversprechendes gefunden. Bin mal gespannt 🙂

Themenwechsel.
Gestern haben Uschi und ich uns dann das erste Mal ins Weihnachtsgetümmel gestürzt und sind ins frisch vergrösserte Donauzentrum gefahren. Anfangs wars eh noch recht easy, gegen Mittag isses aber recht voll geworden. Gut, dass wir schon gegen 14 Uhr fertig waren. Uschi hat ein paar Fotos geschossen, die es dann entweder bei ihr im Blog oder hier zu sehen gibt. Inklusive meiner Wenigkeit nach dem Verzehr eines “Big Chilli Cheese” beim Burger King 🙂 Eingekauft haben wir ein paar T-Shirts für mich, ein paar kleine Geschenke für Sonja und eine externe Festplate für Uschis Freundin Zita. Und wir haben ausgiebig diskutiert, ob wir eine (teure) Kenwood- oder eine (günstige) Bosch-Küchenmaschine nehmen. Uschi ist für die Bosch, weil sie einfach nicht so viel Geld ausgeben will, ich bin für die Kenwood, weil sie einfach rock-solid ist.
Aber naja, das ist Uschis Projekt, also werden wir wohl die Bosch nehmen. So ganz unrecht hat sie ja mit dem Preis (80 EUR vs. 350 EUR) auch nicht. Ich hab halt bei billigen Maschinen immer Angst, dass sie zu schnell kaputt sind.

So, und jetzt geh ich duschen und dann Essen machen. Schweinslungenbraten-Medaillons natur mit Weisskraut.
Schönen Sonntag und Mahlzeit! 🙂

Der nächste Wochenbericht…

So, endlich mal wieder ausgeschlafen, jetzt gibts mal wieder ein par News. Nachdem unser Felix Anfang der Woche einen etwas geschwollenen Oberkiefer hatte, waren Uschi und Sonja mit ihm bei der Tierärztin in unserer Strasse. Die hat diagnostiziert, dass er wegen Zahnstein Zahnfleischprobleme hat und etliche Zähne rausmüssen. Wegen des Zahnwehs hat er schon ein paar Tage kaum was gegessen und war dementsprechend auch schon geschwächt. Er ist ja eh schon ein relativ dünner, sehniger Kater.

Also mal Infusion bekommen zum Aufpäppeln und wieder heim. Nächsten Tag dann am Abend zur OP, ne handvoll Zähne gezogen und nach knapp 30 mins schon wieder heim.
Und weil er schon so schwach war, hats dann bis zum nächsten Tag gedauert, bis er wieder halbwegs laufen konnte. Den ganzen Abend hat er gejammert und versucht, aufzustehen, hats aber nur geschafft, sich ein wenig auf dem Boden herumzuschleifen. Armer Kater.

Mittlerweile gehts ihm aber wieder besser, heute morgen hat er meine Katze Lisa schon wieder vom ihrem Futternapf verdrängt (leider ne Unart von ihm, das fremde Futter schmeckt immer irgendwie besser) und ein wenig was gegessen. Wird also schon wieder 🙂

Dann hat die Sonja um ein eigenes Blog gebeten und auch eines bekommen. Und ich finde, sie schreibt gut 🙂

Bei solodallas.net hab ich einen jungen Mann getroffen, der auch aus Wien-Floridsdorf ist und mit 16 schon seit einigen Jahren Gitarre spielt. Treffen uns demnächst mal, vielleicht nehm ich dann Unterricht bei ihm. So langsam hab ich das Gefühl, ich sollte mich von meinem bisherigen Vorgehen, einfach AC/DC-Riffs zu lernen, abwenden und zumindest parallel dazu ganz klassisch Gitarre spielen lernen. Treffen uns irgendwann Anfang Dezember, ich hoffe, ich hab dann wieder mehr Zeit.

Und weil ich gestern zu müde war, gehts jetzt mal an den Wohnungsputz. Seufz…

Uh…

Zeit, mal wieder was zu schreiben…momentan immer noch relativ viel Arbeit, vor Jahresende müssen noch etliche Sachen erledigt werden.
Privat fangen auch schon die ersten Weihnachtsvorbereitungen an, vorher hab ich allerdings noch Geburtstag, Anfang Dezember werd ich 40. Der Aufnahmeantrag für den Club der alten Säcke liegt auch schon bereit. Selbst zum Üben komme ich derzeit kaum. vergangene Woche hab ich vielleicht 3x ein paar Stunden geübt. Viel zu wenig, verdammt.
Nebenbei auch noch rausgefunden, dass ich in meinem Amp die falschen Röhren drin hab. Es sind 6L6 anstatt EL34 in der Endstufe drin. Mal schauen, ob ich das im Dezember noch korrigieren lasse. Spielmässig hat sich nicht viel weiterentwickelt (wie denn auch), ich arbeite noch immer am Back in Black Main Riff. So langsam wirds zwar, aber ich kämpfe noch mit dem Timing.
Nebenbei schreib ich auch noch für Fils Seite Anfängerartikel, darunter leidet das Bloggen halt auch ein wenig. Sorry. Aber das wird sich wieder ändern, wenn ich mehr Zeit hab.

Wenns sonst schon nix gibt…

…dann wenigstens was für die Ohren. Hab für solodallas.net einen Artikel geschrieben, in dem ich meine Epiphone SG mit der Gibson SG vergleichen hab, und auch neue Sound-Beispiele erstellt hab. Die geb ich dann hier auch gleich rein:

Epiphone-Testsound
Gibson-Testsound

Beides über Mikrofon vom Cabinet aufgenommen, mit den gleichen Amp-Einstellungen. Sooo unterschiedlich hören sie sich gar nicht an, obwohl die Gibson locker 700 Euro mehr kostet. Aber, die Gibson lässt sich vieeeel besser bespielen. Kein Vergleich.

Momentan

gibts für mich echt nix anderes ausser arbeiten und spielen. Und natürlich meine Familie 🙂
Ich lass mich hier ja nie über meine Arbeit aus, aber immer wieder mal kommen mir auch so Leute unter, die alles andere als qualifiziert für ihren Job sind. Und dies dann mit Arroganz zu kompensieren versuchen.
Ein Paradebeispiel für solche Leute findet man hier.