Mal wieder ein Lebenszeichen

Und zwar sogar ein fotografisches.
Hier war ja wieder mal lange Funkstille. Viel Arbeit und Viel Privatkram gehabt. Viel auf solodallas.net gemacht. Bleibt auch einstweilen so. Trotzdem haben wir uns gestern mal wieder auf Fototour gemacht.
Und zwar habe ich, weil Herr Broken mich mit seinen Friedhofs-Fotos drauf gebracht hat, auf den Friedhof St. Marx.
Der befindet sich im 3. Wiener Gemeindebezirk, in Erdberg und ist ein historischer, nicht mehr aktiv genutzter Biedermeierfriedhof.
Und er hat sogar einen berühmten, hm, Bewohner sag ich mal 🙂
Das Wetter war ideal zum Fotografieren, es war recht kalt, klar, und die Sonne schien. Entsprechend schön und atmosphärisch sind die Fotos geworden.
Viel Spass damit 🙂 Fotos wie immer click to enlarge. Achso: Im Frühling soll es dort wunderschön blühen. Flieder und so. Ich hoffe, wir schaffen es, dann nochmal hinzufahren.




Was Schwerhörigkeit an Vorteilen mit sich bringen kann -I-

Wie alles im Leben hat auch die Schwerhörigkeit nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile. Im Job wie im Privatleben. Fangen wir mit dem Job an:

Ein verantwortungsvoller hörbehinderter Mitarbeiter muss sich um einiges mehr anstrengen, um seinen Job zu meistern. Da Informationen in Gesprächen und Meetings nicht mal eben so aufgenommen werden können, sondern oft nur ein Teil des Gesprochenen verstanden wird, ist der Schwerhörige gezwungen, ständig den Sachverhalt des Gesprochenen inhaltlich zu hinterfragen, um dem Gespräch folgen zu können.
Das soll natürlich nicht heissen, dass Normalhörende immer nur mit einem Ohr zuhören und ansonsten im Halbschlaf dahindämmern, aber den Schwerhörigen wird halt um einiges mehr abverlangt und es kommt im Gegenzug sehr viel Leistung zurück.

Es wird, allein, um den Gesprächsverlauf folgen zu können, mehr themenbezogene Gehirnarbeit geleistet. Und das bedeutet auch eine intensiviere Beschäftigung mit den relevanten Themen.

Mehr noch, man muss sich, um möglichst viel verstehen zu können, auf ein Gespräch vorbereiten. Die deutsche Sprache ist ja relativ schwer vom Mund abzulesen, und was durch Mundablesen und Hören nicht verstanden wurde, muss möglichst aus dem Kontext heraus erraten werden. Dies gelingt mit entsprechender Vorbereitung um so besser.

Darüber hinaus muss man sich Gedanken machen, wie man Situationen, die man aufgrund der Hörbehinderung nicht meistern kann, vermeidet. Dies wiederum erfordert Planungsgeschick und auch hier wieder entsprechend Fachwissen.

Wenn man sich also als Arbeitgeber einen engagierten Hörbehinderten ins Haus holt, kann es durchaus gut sein, dass dieser seinen Job sogar noch besser erledigt ein ein Normalhörender auf gleichem fachlichen Niveau.
Hörbehinderte sind sicher nicht per se die besseren Arbeitnehmer, auch hier gibgs faule Säcke und Idioten.
Aber die gibts ĂĽberall.

Ăśbrigens: ab 1.1.2011 gilt in Ă–sterreich der besondere KĂĽndigungsschutz fĂĽr Behinderte erst ab dem vierten Beschäftigungsjahr. Das macht durchaus Sinn, denn “Naja, wenn ich den jetzt einstelle, werd ich ihn ja nie wieder los” ist ein weitverbreitetes Vorurteil und per se ein Nachteil fĂĽr die Behinderten bei der Jobsuche.

Kulturschock

RĂĽckblende. Irgendwann im Oktober 1998 stehe ich, frischgebackener Exil-Deutscher und Neu-Wiener, in der Mariahilferstrasse im Mäci und bestelle wie gewohnt 2 McRib und einen Fischmäc. Und bekomme als Antwort “Wir haben nur das, was auf der Karte steht”. Naja, na und? Dann dämmerts mir. Ein verzweifelter Blick auf die Karte bringt Gewissheit: Es gibt keine McRib in Ă–sterreich. Meine Reaktion war dann ziemlich genau die gleiche wie in diesem Video.
Ich liebe diese Parodien. Klasse, worüber sich Hitler so aufregen kann 🙂