SoloDallas und das Schaffer-Vega Diversity System: Nachschlag

NatĂĽrlich lässt es sich der Fil “SoloDallas” nicht nehmen und probiert jetzt den Sound sämtlicher AC/DC-Alben mit dem Schaffer-Vega durch. Neueste Erkenntnis: Im Studio wurde das Schaffer-Vega Diversity System anfangs nur fĂĽr die Solos verwendet, vermutlich wegen der Compressor/Boost-Kombination, die die Solos dann schön ĂĽber den Rest der Band gehoben hat.

Einen ersten Prototyp der Replika des Schaffer-Vega Diversity Systems sollte es sehr bald geben, vermutlich kommende oder übernächste Woche. Die ersten 50 Geräte werden ein exakter Nachbau des originalen Empfängers, inklusive der Analoganzeige:

Und weil Fil “SoloDallas” nicht nur AC/DC-Fan, sondern auch kreativer Musiker ist, hat er sich einen der wenigen AC/DC-Songs ohne Gitarren-Solo vom Angus genommen und sein eigenes Solo ans Ende gesetzt.

Zu hören gibts “Gimme a bullet” vom “Powerage”-Album, dessen Sound von den Master-Volume Marshall-Modellen 2203 und 2204 geprägt ist. Mit einem fantastischen, perfekt zum Song passenden, selbst geschriebenen Solo vom Fil. Rhythmus-Spiel via Kabel, Solo via Schaffer-Vega Diversity-System.

Bullet Video from SoloDallas on Vimeo.

Der Sound der Rockstars

Heute gibts mal was Besonderes fĂĽr die Ohren und fĂĽr die Gearheads.

Ich mache ja auf solodallas.net mit, quasi seit es die Site gibt. Angefangen hat der SoloDallas (Filippo Olivieri, kurz Fil, Rom) mit dieser Site, nachdem man ihm bei youtube seinen Account (weit ĂĽber 2 Millionen Views) wegen “Urheberrechtsverletzungen” gelöscht hat.

Fil ist professioneller Musiker, besass mal ein Studio und soielt seit gut 30 Jahren Gitarre. Irgendwann aus Langeweile hat er dann mal angefangen, sich in besagtem Studio mit der Laptop-Kamera aufzunehmen und hat das auf Youtube hochgeladen. Das hat sich dann entwickelt und kurz bevor man ihm dann den Account gelöscht hat, hat er mit vielen AC/DC-Tutorials und Performance-Videos weit über 2 Millionen Views gehabt.

Gut, auf Youtube geschissen und ne eigene Site aufgemacht. Mit neuen Tutorials und Videos. Und der Suche nach dem legendären “Back in Black”-Sound. Gemeint ist das Album.

Verstärkermässig fündig geworden hier: Gods gift to Rock, fehlte dann noch immer was:

Sehr Ihr die kleine Kiste auf der Lautsprecherbox links neben dem Ampeg-Verstärker? Das ist Angus’ Wireless-Empfänger, ein Schaffer-Vega Diversity System, erfunden 1976/77 von Ken Schaffer. Grundsätzlich eines der ersten Wireless-Geräte fĂĽr Gitarre, mit einer genialen Kompressor/Boost-Kombination.

Mehr Bilder von dem Gerät weiter unten. Und nicht nur AC/DC haben es benutzt, sondern auch: die Rolling Stones, Van Halen, Steve Miller, Mahogany Rush, Peter Gabriel, Fleetwood Mac, Black Sabbath, Bay City Rollers, Kiss, Thin Lizzy, Beach Boys, Aerosmith, Foreigner, Pink Floyd und etliche mehr. Kurz: Für mich der Rock-Sound der 70er/80er.

Ja, das ist belegt. Vom Erfinder Ken Schaffer persönlich. Kein Scheiss.

Schlussendlich hat der Fil es geschafft, mit dem Erfinder Ken Schaffer Kontakt aufzunehmen, und hat von ihm die letzten zwei Geräte aus seinem Besitz bekommen. Und jetzt spielt er auch drauf. Und das Beste: wir werden die tonformende Elektronik 1:1 nachbauen, und das Ganze wird als Effektgerät (Pedal) kaufbar sein. Yay!

Weiter unten später mehr dazu, jetzt erstmal Auftritt Fil. Mit Back in Black und dem Schaffer-Vega Diversity-System:

bib video final from SoloDallas on Vimeo.

Und jetzt noch ein paar Pix. Ganz am Ende seht Ihr einen Werbe-Cartoon aus einer Musikzeitschrift der 70er 🙂

Unstabil

Nachdem der Server, auf dem dieses Blog läuft, letzte Woche Samstag einen grösseren Hardware-Schaden hatte, war er gestern Abend schon wieder tot. Kernel panic.
Neue hardware gabs diesmal keine, obwohl ich vermute, dass auch diesmal wieder die Hardware schuld ist. Schliesslich lief der Kram ohne nennenswerte Ă„nderungen vorher ein gutes Jahr lang stabil. Ăśberlege ernsthaft Wechsel zu Manitu. Die Geschichte geht mir so langsam auf die Nerven.