Überraschung aus Bremen

Gerade nach dem Weihnachtsfrühstück aufs Sofa gehauen, klingelt es. Post. Paket für mich, Absender mit nem Aufkleber überdeckt. Und was ist drin?
Ein Weihnachtsüberraschung von Doris und Ingo aus Bremen! Woohoo! Darum wolltet Ihr also meine Adresse bestätigt haben 🙂

Ganz liebe Sternchen, die wir dann nachher an den Baum hängen, lecker Pralinen und Marzipan und ein cooles AC/DC Black Ice Handtuch! Ist Euch total gelungen, die Überraschung! Grosse Freude hier 🙂

Der Bericht aus Rom: Update zur Schaffer-Vega-Replica

So…letztes Wochenende war ich ja beim Fil SoloDallas in Rom. In erster Linie zum Kennenlernen, und um den ersten Prototypen der Replica zu hören.
Als Hörbehinderter allein in ein fremdes Land zu fliegen, in dem man sich dann auf Englisch verständigen muss, ist ein Thema für sich, darüber schreib ich später auch noch mal. Aber so arg wars dann eh wieder nicht.

Freitag Nachmittag bin ich in Rom gelandet und sehr herzlich vom Fil empfangen worden. Fil ist extrem nett, sehr locker und man kommt wirklich prima mit ihm aus.
Kurz zu ihm nach Hause, Gepäck abladen, und gleich weiter zum Guido. Guido ist Elektroniker und hat im Hause von Cloe Guitars seinen Amp-Shop, in dem er Verstärker repariert und Effektpedale entwirft und baut. Der Shop ist ausserhalb von Rom.

Als wir ankamen, war dann auch schon alles vorbereitet für den Testlauf: Eine A/B-Box zum Umschalten, ein originales Schaffer-Vega Diversity System (SVDS) und unsere Replica.
Erste Tests haben dann gezeigt, dass der Compressor in der Replika anders reagiert. Klingt zwar extrem gut, aber nicht ganz so wie das Original. Etwas enttäuscht wieder zurück nach Rom. Beim Abendessen ruft dann Guido an und sagt, er hat rausgefunden, was los war und bissi was umgebaut. Und er hat sich am Telefon ziemlich aufgeregt angehört 🙂

Am nächsten Tag ein wenig Sightseeing gemacht und dann wieder zum Guido. Und siehe da, wir haben keine Unterschiede mehr raushören können. Hundertprozentiger SVDS-Sound. Yay!

Also Replica und SVDS mit heimgenommen und im Lab ein paar Testaufnahmen mit Fil’s eigenem Marshall gemacht. Grosse Begeisterung!

Die ganze Story zur Replica gibts hier: The Schaffer-Vega Diversity Replica auf solodallas.com.

Aber jetzt Butter bei die Fische. Die Testaufnahme. Ein Stereo-Track, links Replica, rechts originales SVDS: proto-all.mp3.

Natürlich haben wir nicht nur probegehört, sondern auch technisch verglichen. Audacity Frequenzanalyse des Test-Tracks. Auch hier wieder links Replica und rechts Original-SVDS:

Linker Kanal, Replica. Click to enlarge.
Rechter Kanal, SVDS. Click to enlarge.

Und nun noch ein paar Fotos von der Geschichte. Alle Fotos click to enlarge:

Testen bei Guido im Lab.
Den Prototypen in ein Gehäuse setzen
Weiter testen…
Auf ner Les Paul aus den 50ern rumklimpern…
Unsere Testvorlage: Ein originales SVDS!
Grosse Freude am Ende

1987

Ich war ja immer schon neugierig, wie sich die andere “Familie” der Marshall-Amps anhört, die ohne Master-Volume. Und nach ein paar Tagen mit dem neuen 1987X (ein 1959 war mir dann doch zu viel des Guten) kann ich sagen, dass ich echt schwer begeistert bin. Sehr rotziger, ehrlicher Ton und eben ohne die gewisse Master-Volume-Charakteristik des 2204. Geil!

Und morgen

gehts nach Rom. Für ein Wochenende den SoloDallas besuchen. Uschi und die Kids bleiben daheim, leider. Aber ein gemeinsamer Rom-Besuch wird dann im Frühjahr nachgeholt. Ich freu mich auf das Ausprobieren von Gitarren, alten Marshalls, das Treffen mit Techniker Guido, und am allermeisten auf den total netten und sehr warmherzigen Fil SoloDallas 🙂

Wir werden uns dann auch den ersten Prototypen der Replika anschauen. Guido hat uns gestern neue Fotos und Screenshots vom Spektrum-Analyzer gezeigt, die belegen, dass die Replika exakt das gleiche Frequenzspektrum hat. Also theoretisch auch exakt so klingt wie das originale Schaffer-Vega Diversity System. Ob das in der Praxis auch so ist, werden wir dann hören. Wir machen natürlich direkte A/B-Vergleiche und auch Blindtests.

Ich bin sehr, sehr gespannt, und auch ein wenig aufgeregt/nervös. Gesprochenes Englisch verstehen und vom Mund abzulesen gehört nicht zu meinen Stärken. Aber wir schaffen das schon irgendwie 🙂

Ich geh jetzt mal packen und meine Papiere zusammensuchen. Online eingechecked hab ich schon, Flug geht morgen 8:50 Uhr, um 11:15 Uhr bin ich in Rom. Uff… 🙂

Kontrastprogramm

Weil ich nicht immer nur shookme oder anderes vom Back in Black-Album lernen will, und der Fil das ausserdem neulich gecovert hat, hab ich mir mal die Rhythmus-Griffe beigebracht und zum Video mitgespielt. Das Ganze dann nach ein paar Mal üben mit dem iPhone aufgenommen (Ton allerdings separat mit Mikrofon). Hat irre Spass gemacht, der Song ist super zum Dampf ablassen. Und es ist ein typischer AC/DC-Song. Simple, but not easy. Statt des Solos hab ich mt Ryhthmus weitergemacht und am Ende dann Probleme gehabt, wieder richtig richtig einzusetzen. Mitunter hör ichs einfach nicht raus, meistens dann, wenn der Angus nicht fix auf rechts gemischt ist. Da hilft nur try and error und das Timing dann auswendig lernen, wenns mal gepasst hat. Keine Ahnung, ob das Normalhörenden auch so geht?

Kartoffelgulasch

Kennt man in Deutschland nicht so, wird im Grunde so gekocht wie normales Gulasch, nur dass eben das Fleisch durch kleingewürfelte rohe Kartoffeln ersetzt wird. Am besten ein scharfe Wurst dazu und mitkochen lassen. Hier sind Debreziner drin. Sehr deftig und sehr lecker. Mahlzeit 🙂