Der Kampf mit der Hollandaise

Ich liebe ja Spargel mit Sauce Hollandaise. Unvergessen sind die Spargelexzesse bei Oma und Opa in Neumünster. Berge von Spargel, mit Salzkartoffeln, Sauce Hollandaise und einem dicken, aber zarten Stück Holsteiner Schinken.

Allerdings hab ich keine Ahnung, wie Oma die Hollandaise gemacht hat, und bin mehr als oft genug an der klassischen Herstellung der Sauce Hollandaise mit geklärter Butter und Herumtuerei mit Eigelb und der Schüssel im Wasserbad gescheitert. Kaum wirds zu heiss, zerfällt die Geschichte.

Heute wollt’ ichs aber nochmal versuchen und bin auf der Suche nach Tipps zufällig auf Die schnelle Sauce Hollandaise (Rezept) auf www.cuisine.at gestossen. Klang erfolgsversprechend.

Also 2 Stunden vor dem Essen die ohnehin kalte Butter (250g) in kleine Würfel geschnitten, zur einfachen Entnahme auf einem Teller ausgebreitet und in den Tiefkühler gegeben, damit sie extra kalt ist.
Drei Eigelb abgetrennt, in einen Topf. Ca. 3 EL Weisswein dazu.
Auf den Herd, bei kleiner Flamme gerührt, bis das Eigelb zähflüssig wird. Topf runter vom Herd.
Butter aus dem Tiefkühler holen.
Rein mit den ersten zwei Butterstücken. Topf auf den Herd, mit dem Schneebesen kurz rühren, Topf runter vom Herd.
Weiterrühren, bis die Butterstücke geschmolzen und mit den Eigelb vereint sind.
Topf wieder auf den Herd, 4 Butterstücke dazu. Rühren, bis genug Hitze am Topfboden da ist, dass die Butter schmilzt. Topf runter vom Herd.
Weiter so verfahren, bis alle Butterstücke in der Sauce sind.
Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskatnuss abschmecken.

Wichtig: Wie auch im obigen Rezept beschrieben, sollte man auch nach Fertigstellung der Sauce, wenn der Topf vom Herd ist, noch weiterrühren. Der Topf wärmt nach, und mit etwas Pech zerfällt die Sauce dann.

Das ist mir tatsächlich passiert, ich hab die Sauce aber mit einem Schuss kalten Wassers noch retten können. Sie hat dann wieder gebunden, und mit etwas weiterer Butter war sie auch wieder so sämig wie vorher.

Hat insgesamt ca. 15 Minuten gebraucht, man fängt also am besten an, wenn das Spargelwasser schon fast kocht.

Mahlzeit!

Fazit: Klasse Rezept, leckere Hollandaise ohne grosses Konzert mit Wasserbad und geklärter Butter. Geht doch!

Ausflug nach Mauthausen

Madame und ich haben uns ein paar Tage freigenommen, um mal abzuschalten und aus dem Trott rauszukommen.
Und weil sie mal wieder hin wollte (letztes Mal in der Schulzeit) und ich so etwas noch nie gesehen habe, sind wir nach Mauthausen gefahren und haben uns dort das Konzentrationslager angesehen.

Manche Nazi-Grausamkeiten sind wirklich unfassbar. Die Routine und der Sadismus, mit denen Menschen gequält und getötet wurden. Lagerzäune unter Hochspannung, schon mit Warnschildern, die aber nur von aussen, also nicht von der Lagerseite aus zu sehen sind. Mehrere hundert Leute sind allein in den Stromzäunen gestorben. Insgesamt wurden in Mauthausen über 100.000 Menschen umgebracht.

Eigentlich kann man angesichts dieser Beweislast Holocaust-Leugner nur in die geschlossene Anstalt einweisen.

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Hosenlos bloggen.

Jaja, ich existiere noch. Bin nur verdammt schreibfaul. Aber heute ist Feiertag, der iPad-Akku ist leer, und jetzt hab ich mal Lust. Also mal überlegen, was seit Februar so passiert ist.

Das Wichtigste zuerst: es gibt endlich die Pedal-Version der SVDS-Replica! Kumpel Fil stellt sie hier vor: http://www.solodallas.com/the-schaffer-replica-pedal/ Mehr dazu in einem eigenen Eintrag, den ich hoffentlich bald schreibe.

Ausserdem haben wir den Balkon neu ausgestattet. Die alten Balkonstühle und das restliche Mobiliar raus, eine nette Zweier-Garnitur gemütlicher Stühle und einen kleinen TIsch rein. Weiters mit viel, viel Aufwand ein Katzengitter gebaut. Hat einen ganzen Samstag, einen halben Sonntag und noch einen halben Wochentag in Anspruch genommen. War aber auch notwendig, denn die jetzigen Miezen sind wesentlich lebhafter und wollen Vögel jagen, die Gegend erkunden und sehen natürlich nicht ein, dass man gewisse Dinge auf einem Balkon im 5. Stock besser unterlässt. So hängen die Miezen dann auch regelmässig am (reissfesten) Netz.

Unser liebes Kind ist quasi fertig mit der Schule und lernt jetzt für seine Matura(Abitur)-Prüfungen nächste Woche. Sehr spannend.

Fleischermeister Freese schliesst. Gottseidank nur die Fleischerei, Restaurant und Catering-Service bleiben. Hat mich sehr betroffen gemacht, weil für mich immer ein Paradebeispiel für gutes Handwerk, das auch gute Geschäfte macht. Hab mich bei letzterem halt wohl geirrt. Aber wenn ich mir überlege, wie viele kleine Bäckereien und auch Fleischereien es noch in Wien gibt, wundert mich das nicht mehr. Wie soll eine Fleischerei mit den Fleischpreisen von beispielsweise “Lidl” auch konkurrieren können? Scheisse, die “Geiz ist geil”-Mentalität richtet wirklich alles zugrunde.
Regionale Erzeugnisse kaufen wird für mich auch deswegen immer wichtiger. Geld sollte einfach dort in Umlauf kommen, wo es auch verdient wurde. Was aber oft schwierig ist.
Deswegen lese ich mich grad durch Isabel Bogdans Blog, die sich dort unter anderem auch mit “besserem” Einkaufen beschäftigt.

Während das Einkaufen lokaler Lebensmittel noch relativ einfach ist, wird’s bei den Klamotten schon schwieriger. Werd mich wohl mal auf die Suche nach einer “korrekt” produzierten Jeans machen müssen, die mir ähnlich gut gefällt wie meine “Wrangler”. Eine gute Hilfe hierbei ist die “Clean Clothes Kampagne”.

Mein brasilianischer Kumpel Andre ist video-mässig auch wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Zum Einen mit einer ziemlich coolen Performance mit seiner Gibson Les Paul und einer “Etherophone”-App auf nem Handy (interessiert Dich sicher, Herr Broken, wobei Du so ein Ding sicher eh schon kennst) und einer “Back in Black”-Jam. Zu Andres Youtube-Channel bitte hier entlang.

Soo…und nun hat sich Besuch angekündigt, der in einer halben Stunde da ist. Und ich bin weder geduscht noch rasiert, noch hab ich eine Hose an. Was mich jetzt dazu veranlasst, fluchtartig ins Bad zu streben. Bis später!