Mittlerweile halbwegs verdaut, was da die letzten zwei Wochen passiert ist. Niemand muss sich Sorgen machen, ich werde auch nicht "vor die Tür gesetzt" oder ähnliches.
Das Ende einer langjährigen Partnerschaft hat vieles mit dem Tod gemeinsam. Je nachdem, wie man sich dem/derjenigen, der/die einen verlassen hat, noch verbunden fühlt, trifft einen der Verlustschmerz und bringt einen ins Wanken. Wut, Unverständnis, Realitätsverweigerung, Trauer und Zuversicht wechseln sich ab, emotionale Erdbeben erschüttern das eigene Ego. Bis man sich dann irgendwann wieder beruhigt, die Situation (und die Realität, das Scheitern von Dingen an die man fest geglaubt hat) annimmt und sein Leben wieder in die Hände nehmen kann.
Und diese Zeit, in der die Nuss-Schale des eigenen Egos durch hohen Wellen der eigenen Gefühle irrt, sollte man sich gönnen. Sich Zeit zum Trauern, zum Verabschieden nehmen. Auf die Vergangenheit reflektieren. Sehen, was man falsch gemacht hat. Schliesslich ist niemals nur einer von beiden Schuld.