Tuesday, June 29. 2010
Eigentlich sollt ich jetzt nicht bloggen, sondern mim Carsten aus München am Donaukanal sitzen, Bier trinken und Fussball schauen. Verabredet waren wir für 19:15 Uhr am Schwedenplatz, Carsten hat sich dann aber verspätet. Bin dann um 20 Uhr Eis kaufen gegangen und dann in die U-Bahn, und genau dann war der Carsti natürlich da. Ja, klar, wir haben uns SMS geschrieben, aber seine letzte war um 19:30 Uhr "Warte einfach", und darauf hatte ich halt um 20 Uhr keine Lust mehr und war etwas angefressen und hab ihm dann geschrieben, dass ich wieder heimfahre.
Mist, so schnell ergibt sich da sicher keine Gelegenheit mehr. Aber gut, er ist nicht alleine hier, und wird jetzt sicher schon in der public viewing area bei der Urania Fussball schauen und feiern. Have fun, trotzdem
Zu den Menschen, mit denen man am meisten kommuniziert (und die auch am meisten unter den Hörproblemen zu leiden haben), gehört ja die eigene Familie.
Aktuell bei uns sieht man das grad gut, weil die Sonja ja derzeit ne Woche in England ist.
Bei Normalhörenden würde der Kontakt jetzt wahrscheinlich so ablaufen, dass sie uns anruft oder wir sie und das Telefon wird dann an den nächsten weitergereicht, so dass alle mal mit ihr sprechen können.
Geht bei uns nicht.
Sonja und Uschi telefonieren miteinander, und Uschi berichtet mir dann. Und Sonja und ich schreiben uns ab und zu eine SMS. Das ist natürlich nicht das gleiche. Per SMS ist man kürzer angebunden, man hört nicht die Stimme des Anderen, und für Sonja ist es aufwändiger, erst Uschi alles zu erzählen, und mir dann noch ne SMS zu schreiben.
Und natürlich ist es auch für Uschi umständlich, ein zehnminütiges Telefongespräch mit Sonja möglichst originalgetreu widerzugeben, es wird zusammengefasst und teilweise reduziert auf den reinen Informationsfluss. Was ist passiert, was war gut, was war schlecht, usw. Dabei bleibt dann das Emotionale ein wenig auf der Strecke.
Ein anderes Beispiel sind die Tischgespräche, besonders mit Kindern. Hier meine ich jetzt nicht Sonja, die ist ja fast schon erwachsen. Kinder sind impulsiver und spontaner als Erwachsene, wechseln gerne mal sprunghaft das Gesprächsthema, sprechen undeutlicher, es ist generell schwerer vorhersehbar, worüber sie sprechen werden.
Und gut vorherzusagen, was gleich gesagt werden könnte, ist für Hörbehinderte schon die halbe Miete, denn es schränkt die Anzahl der möglicherweise gesprochenen Worte stark ein. Und dazu muss man in erster Linie wissen, worüber überhaupt gesprochen wird.
Bei uns versuche ich, die goldene Mitte zwischen "gut aufpassen", "nachfragen" und "die beiden halt mal reden lassen und beim nächsten oder übernächsten Thema wieder einsteigen" zu finden. Klappt nicht immer, geht auch nicht immer ohne genervt-sein ab. Es hemmt den Gesprächsfluss ja ziemlich, wenn einer das Gespräch unterbricht und nachfragt, was gerade gesagt wurde. Es nervt auch, wenn man dann wegen etwas gefragt wird und keine Ahnung hat, worum es geht und die anderen dann erstmal 10 Minuten Gespräch wiederholen müssen.
Es kann also viel schiefgehen:
Zu oft nachfragen führt dazu, dass die anderen gereizt sind, und als Reaktion darauf man selbst auch. Oder man selbst ist frustriert, weil man zu wenig ins Gespräch einbezogen wird, weil man ohne aktives Nachfragen nicht berücksichtigt wird. Oder man kriegt nen Anschiss, "weil man nicht aufgepasst hat" und dann wegen etwas gefragt wird und sich nicht auskennt, weil man sich eben grad mal ausgeklinkt hat, weil das Aufpassen zu anstrengend war.
Fazit: Hörbehinderte haben in der Familie im Grunde genau die gleichen Probleme (und auch im gleichen Ausmass!) wie woanders. Es kann sogar passieren, dass sich "fremde" Menschen mehr Mühe geben, verstanden zu werden, denn für diese ist die Problematik nicht alltäglich. Hinzu kommt auch, dass "nicht hören können" in der Familie nicht nur informelle, sondern auch emotionale Defizite mit sich bringt.
Sunday, June 27. 2010
Uschi und ich waren gestern und heute in Tirol bei einer von Uschis Schwestern und haben dort ihren Geburtstag gefeiert. Leider haben wirs erst bis zur zweiten Halbzeit von Deutschland vs. England nach Hause geschafft und die ersten 4 Tore (eines wurde ja nicht gegeben) nur im Radio mitbekommen, zumindest Uschi 
Sitzen jetzt müde und leicht kaputt vorm TV, 5 Std. fahren schlaucht dann doch etwas. Aber Uschi ist wie immer weltmeisterlich gefahren 
Fotos von der Feier selber gibts hier keine, aber evtl. ein paar Landschaftsaufnahmen. Mal schauen, wenn ich dann die Fotos durchgeschaut hab.
Unserer Prinzessin in England gehts auch gut, bisher gefällt ihrs super, und sie ist begeistert von den ganzen neuen Eindrücken. Lieb
Friday, June 25. 2010
Haben heute vormittag die Sonja zum Flughafen gebracht, sie sollte dann eh schon bald wieder in London landen. Bissi traurig waren wir natürlich schon, auch wenn Sonja sich ausgebeten hat, dass wir nicht traurig sind, weil sie dann selbst traurig wird  Naja, immerhin ist es ihre erste Auslandsreise ohne uns. Und für uns ist es schon ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie es sein wird, wenn Sonja auszieht. Mehr oder weniger dreht sich ja doch vieles um den Nachwuchs, der dann beim Auszug eine grosse Lücke hinterlassen wird.
Jedenfalls, bevor ich melancholisch werde, ich bin dann schon gespannt auf ihre Ankunfts-SMS und wie es ihr bei ihrer Gastfamilie im südenglischen Bognor Regis ergehen wird. Ich wünsch unserer Prinzessin auf jeden Fall eine schöne, unbeschwerte Woche und freu mich schon drauf, sie am kommenden Freitag wieder in Empfang nehmen zu können 
Und natürlich werden Uschi und ich auch das beste aus unserer sturmfreien Woche machen
Wednesday, June 23. 2010
Uschi und ich waren heute Eis essen. Nicht bloggenswert eigentlich, aber wir waren nicht irgendwo Eis essen, sondern dort, wo unsere Sonja ihren Ferienjob machen wird. Und ganz zufällig musste die Sonja dort heute aushelfen. Ganz allein im Laden.
Haben uns wie ganz normale Kunden um ein Eis angestellt und sind souverän und professionell bedient worden.
Geübte Handgriffe, kein Herumgesuche, Preis korrekt ausgerechnet. Und da sie allein den Laden hütet, wischt sie auch den Boden, putzt die Eisvitrine und bereitet Eiskaffee zu. Also, sie macht ihren Job wirklich sehr gut. Ich glaub, ich hätte mich da in ihrem Alter dümmer angestellt.
Monday, June 21. 2010
Not always korrekte Übersetzungen passieren halt auch unter Linux mal.
Sunday, June 20. 2010
In diesen Stunden, seit 13 Uhr, arbeitet die Sonja zum ersten Mal in ihrem Leben. Sie hat einen Ferienjob in einer Eisdiele gefunden, und heute ist Probetag. Bin schon sehr gespannt, was sie dann berichtet
Gerade läuft Fussball, Neuseeland gegen die Spaghettifresser die Spucker Italien. Und beim Abspielen der Nationalhymnen liest man in den Untertiteln "Nun hören wir die Hymnen der Mannschaften". Ehrlich? Echt? Ich bin schockiert. Die spielen dort Nattionalhymnen beim Fussball? Vor dem Spiel? Tja, wer hätte das gedacht. Und das ist nur ein Beispiel für den vielen Unsinn, den man in den
Hörgeschädigten-Untertiteln liest.
Wednesday, June 16. 2010
Bestatterweblogger Tom hat mal wieder einen grossartikel Artikel verfasst. Eine Art Nachruf auf die alten Zeiten und auf die nun verstorbene Heidi Kabel im speziellen. Kennt hier in .at niemand. Heidi Kabel war eine grossartike norddeutsche Volksschauspielerin.
Ich weiss noch genau, wie ich zu Füssen meines Opas auf dem Teppich sass und eben diesen Ablauf mit Tagesschau, Wetterkarte, Ansagerin und eben dem Ohnsorg-Theater mitgeschaut hab. Sehr beliebt war auch die Sportschau oder Fussball-EM/WM. Da gabs immer Eis, und ich hab nen Schluck Holsten Edel vom Opa abbekommen. Oh, und natürlich der Peter Frankenfeld mit "Musik ist Trumpf". Schön wars
Fast wie ein Feierabendbier ist es, wenn man sich nach knapp 13 Stunden Arbeit am PC noch die Gitarre nimmt, und "mal was anderes" übt. Das Hells Bells Intro.
Und sogar endlich die Schlagtechnik versteht, so dass der Rhythmus passt. Und wenn mans spielt, fühlt man sich, als würde man Teil einer Musikmaschine werden,
die immer grösser und stärker wird. Das ist ein sooo geiles Gefühl
Passt doch gut zusammen, was Amazon da an "verwandten Suchbegriffen" anzeigt. NOT.
Update: Da einige nicht gesehen haben, was ich seltsam fand, hab ich die Zusammenhänge mal rot eingekreist.
Tuesday, June 15. 2010
Nachdem der Raffi schon vor einiger Zeit im IRC mit Janis Joplin ankam, die ich mir vorher noch nie bewusst angehört hab, war ich ganz hin und weg, von ihrer Stimme und auch von ihr selbst. Ich meine natürlich Janis und nicht den Raffi, hehe...
Hab mich damals kreuz und quer durch youtube gehört und mir auch ihre Interviews in der Dick Cavett Show angesehen. Neulich in der Leih-Bücherei ist mir dann eine alte Ausgabe der Janis Joplin-Biographie von Myra Friedman, die lange Janis' Managerin war, untergekommen. Die aktuelle Ausgabe von dem Buch ist wohl dieses hier.
Ich bin immer noch fasziniert von ihrer Persönlichkeit und ihrem Leben, das wohl von einer Art Zerrissenheit zwischen dem Star-Dasein und der privaten Janis, die sich nach Liebe und Anerkennung gesehnt hat, erfüllt war. Und sie und ihre Musik sind es wirklich wert, noch lange gehört zu werden. Schade, dass sie es letztendlich nicht geschafft hat, vom Heroin wegzubleiben und nur 27 wurde.
Nachfolgend ein paar nette youtube-Funde. Trotz der teilweise miesen Qualität kommt ihre Energie und ihre unglaublich kraftvolle Stimme noch gut rüber. Wie es in einem der youtube-Kommentare heisst: "i love drinkin and listening to these old jams holy fuckin shit tears at your soul!". Dem ist nichts hinzuzufügen. Janis ist echt die Königin des Blues.
Leicht seltsam ist es, wenn man in IRC-Channels ist, in denen stunden- oder tagelang nix los ist. Die Leute arbeiten halt, haben keine Zeit zum Quatschen, oder sind unterwegs. Und so kommt es mitunter zu folgenden "Dialogen":
Day changed to 15 Jun 2010
05:53 < Grumme|> morgn
06:49 < banane> moin
07:43 < Trinity66> Moin zsamme
07:43 < banane> moin vivi
07:44 < banane> wie wars am bodensee?
07:45 < Grumme|> re
08:03 < banane> re Grumme|
08:28 < vkroll> moin
08:37 < Grumme|> hivkroll
08:38 < vkroll> huhugrummel
08:45 < banane> moin vkroll
08:51 <@Zerberus> moin männer
08:52 < banane> moin Zerberus
08:58 < Grumme|> hizoerbi
10:46 < Tremorian> moin
10:47 <@rsc_> Moin.
10:52 < lando> moin
10:59 < banane> moin rsc_
10:59 < banane> moin lando
16:45 < hydh> moin
18:12 < lando> nabend
18:13 < lando> .oO(um das hier mal fortzusetzen  )
19:19 < banane> nabend lando
19:19 < banane> das kommt jetzt ins blog
Ich werd mich jetzt aufs Sofa setzen und bin gespannt, ob vor "Day changed to 16 Jun 2010" noch etwas gesagt wird
Nachtrag: Natürlich hat das jetzt wiederum Reaktionen erzeugt, und es tut sich wieder was
Monday, June 14. 2010
wenn man mal 3 Tage nicht übt. Heute einige Stunden Solo und bissi das Intro von "Hell ain't a bad place to be" geübt, und schon geht die Haut runter. Tut nicht weh, ist aber witzig.
auch im IRC:
20:34 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
20:34 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
20:34 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
21:10 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
21:10 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
21:10 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
21:10 <@steve> TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR
23:00 < raffi_> schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaand
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