Letzten Mittwoch kam ein grösseres Paket ins Haus. Keuchend drückte mir der UPS-Mensch die Lieferpapiere in die Hand und wie vermutet, wars der erwartete Dell-Server. Das Ding wiegt knappe 40 Kg, immerhin. Es handelt sich um einen Dell Power Edge 2950, 2 Höheneinheiten hoch, mit 2 QuadCore-CPUs a 2 Ghz, 8 GByte RAM und 4 TByte SATA-Festplattenplatz. Da das Ding in Wien im Rechenzentrum rennen soll, hab ichs zu mir nach Hause liefern lassen anstatt ins Büro, so hab ich kein so grosses Transportproblem.
Hab ihn dann mal ausgepackt und wie immer ein paar Stunden offen klimatisieren lassen, Montag wars nochr echt kalt und die Lagerhallen sind nie geheizt und feucht noch dazu, deswegen hab ich immer bissi Angst, dass der Hardware was passiert, wenn ich sie gleich nach der Lieferung einschalte. Ausser im Sommer natürlich, aber der hat ja erst vorgestern begonnen, Mittwoch war noch keine Spur davon
Ich bin ja eigentlich nicht so der Dell-Fanboy, sondern mehr ein HP-Mensch. Dell müht sich aber redlich ab, HP den Rang der Nummer eins bei den Servern abzulaufen, und so haben fast alle Server einen kräftigen Rabatt und Dell ist offenbar noch dazu handelsbereit, wenn man einen persönlichen Anspechpartner (aka "Key Account Manager") dort hat. So kamen wir dann recht günstig zu einer zweiten QuadCore-CPU und weiteren 4 GB RAM und waren noch immer knapp unter dem Preis eines entsprechenden HP ML-Servers.
Am nächsten Tag dann auf zur Installation:
Im Controller-BIOS ein RAID5 mit 4 TByte erstellt, initialisieren lassen, rebooted.
CentOS 5.2 DVD in der 64bit-Variante rein, booten, partitionieren. Der Installer meckerte dann, dass er von einem Laufwerk mit GPT-Partitionstabelle nicht booten kann. WTF? GPT? Gegoogled, gelernt, dass das herkömmliche DOS-Partitionsschema nur 2 TByte adressieren kann, weshalb der Controller eine GPT-Partitionstabelle geschrieben hat. Für den eigentlichen Bootvorgang ist das Problem der 2 TB-Adressierung im DOS-Partitionsschema aber egal, denn die Boot-Partition mit dem Kernel liegt ja ganz am Anfang der Platte. Also mal eben mit dd die ersten 640 KByte von SDA geleert, rebooted, und dann liess sich auch der Bootloader installieren. Weitere Probleme gabs keine.
Specs vom Betrieb unter Linux folgen dann noch, ich trau mich jetzt am Sonntag Vormittag nicht, die megalaute Kiste aufzudrehen
Ein paar iPhone-Fotos (wieder mal leicht miserabel), alle grösser-klickbar:

The Server himself

Frontansicht, 2 von 6 Festplatten-Einschüben, 4 sind mit einer 1 TB SATA-Platte bestückt.

Frontansicht Detail

Geöffneter Server, in der Mitte die CPU-Lüfter und der Belüftungskanal

Server von hinten, hochgeklappter Belüftungskanal und CPU-Kühlkörper, der Server darf übrigens nur bei geschlossenem Belüftungskanal eingeschaltet werden, sonst gibts angebrannte CPUs

Detail CPU-Kühlkörper

8 GByte RAM, es passen noch einmal 8 GByte rein