Ein bisschen zumindest. Neulich haben wir uns als Teilzeit-Emos (oder Teilzeit-Grufties) betätigt und uns auf den Friedhof der Namenlosen begeben. War etwas schwer zu finden, wir sind sicher ne gute Stunde in der Gegend herumgefahren, bis wir ihn gefunden haben. Hinter einem Betonwerk am Alberner Hafen. Deshalb haben wir die beste Zeit für Fotos an diesem Tag leider auch verpasst, es war schon viel zu dunkel.
Der Friedhof der Namenlosen heisst so, weil dort namenlose Tote beerdigt wurden, die von der Donau strömungsbedingt an diesem Platz angeschwemmt wurden. Klingt traurig, ist auch so.
Mittlerweile wird dort niemand mehr beerdigt, und die Gräber sind schon ziemlich alt. Sie werden aber von Ehrenamtlichen noch immer gepflegt und es brennt auf fast jedem Grab eine Kerze.
Natürlich haben wir uns trotz der Dunkelheit dort vorsichtig bewegt und sind nicht auf Gräbern herumgestiegen. Uschi war ein wenig unheimlich, ich war zumindest respektvoll gestimmt. Ist ja auch ziemlich traurig, als namenlose Wasserleiche beerdigt zu werden. Aber das Gedicht auf dem zweiten Bild tröstet.
Die Fotos geben die Stimmung dort recht gut wieder: