Sunday, October 10. 2010Auf der Suche nach dem einzig wahren Verstärker -III-Trackbacks
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Da könnte man schon ein bischen neidisch werden.
Ich mag die alten Verstärker
Ja, ich auch. Hab endlos lang herumgesucht und diskutiert und probegehört usw...der JMP hat laus Aussagen anderer Besitzer einen einzigartigen, leicht nasalen Klang, und mit dem richtigen Cabinet, vor allem aber mit der richtigen Spielweise dann (das wichtigste, eh klar), kommt man ziemlich nah an den AC/DC-Sound heran. Ich hab ne Testaufnahme von einem 50 Watt JMP mit Master Volume an einem 4x12" Cabinet von 1969 da. Klingt extrem geil. Kann Dir Link geben, wenns Dich interessiert.
Den Link kannste mal schicken... sowas interessiert immer, logo
Wenn auch mittlerweile nur am Rande: Du hast da eben auch was ganz wichtiges gesagt: die Spielweise. Die Technik ist eben nicht alles, und für den eigenen Stil, naja, da darfs dann auch mal ein bischen anders klingen. Und manchmal ist dann ein anderer Verstärker wieder besser / passender, whatever. Ein sehr ausführliches Thema, das leicht in einen Glaubenskrieg ausartet... leider. Macht ab und an auch sehr viel kaputt. Für meinen Teil kann ich sagen, daß ich ewig lange wie Pink Floyd klingen wollte und heute ärgert mich das regelrecht, wenn ich diesen Vergleich höre. (obwohl Pink Floyd immer noch meine absolute Lieblingsband ist - das wird auch noch ne Weile so bleiben, dafür sind / waren sie zu genial). Mit ner Zwölfsaiter kann man auch andere Sachen spielen als "Wish you where here" - lach nicht, nur wegen dem Song habe ich die Zwölfsaiter seinerzeit angeschafft. Einerseits patsch andererseits wasnglückdaßichdasgeldzumfensterrausgeschmissenhabe Analog geht das mit dem Amp und AC/DC auch... Unterm Strich bleibt wohl: wer kommt schon mit nur einem Amp oder nur einer Gitarre aus? Ich ärgere mich bis heute, daß ich vor lauter Pink Floyd immer noch keine Telecaster habe - den Klang mag ich sehr. Leider, leider wird die aber von Pink Floyd so gut wie nie gespielt und heute wüßte ich gar nicht mehr, wo ich die unterbringen soll... Immerhin habe ich ne Strat mit Humbuckern. Wow - welch Stilbruch gg Naja, dieser "Wahnsinn" (was anderes ist es im Nachhinein betrachtet nicht) gehört wohl bei jedem Musiker zur Stilfindung dazu - auch das wird noch (zum Glück?) ne Weile so bleiben Ist ja eigentlich schon wieder fast ein Thema für nen Blogeintrag der Kategorie "Erfahrungen aus meinem reichhaltigem Fundus" huuuuuust Übrigens kein Witz: es gibt Fachliteratur von Gitarristen für Gitarristen, wie man den perfekten Sound findet. Hat man da noch Fragen?
Oki, Link kommt per Mail.
Ja, es wäre Blödsinn, zu glauben, dass man nur dieses Instrument und jenen Verstärker braucht, damit man wie ein bestimmter Musiker klingt. Angus hat sich bei seiner Spielweise sehr viel von BB King abgeschaut, beide spielen z.B. das Vibrato auf sehr ähnliche Art und Weise. Sehr bluesig. Und das ist alles andere als leicht. Und solange man nicht so spielt, wirds auch nicht so klingen. Und ich denke, dass man am Anfang wie seine Lieblingsband klingen will, ist auch normal. Man muss sicher erst einmal auf ein gewisses musikalisches Niveau kommen, um seinen eigenen Stil entwickeln zu können. Pink Floyd hab ich früher auch öfters mal gehört, und ich hab sogar die meisten CDs von ihnen da. Eine gewisse Zeit lang jab ich sie sogar ausschliesslich und täglich gehört. Wusste gar nicht, dass "Wish you were here" auf einer Zwölfsaiter gespielt wird. Muss ja irre schwer sein, sich auf doppelt so vielen Saiten zurechtzufinden Du wirst lachen, AC/DC kommen tatsächlich mit nur einem Amp und einer Gitarre aus...in deren Sound gibts halt auch kaum Variationen. Dass es Bücher für den perfekten Gitarrensound findet, kann ich mir gut vorstellen. Der SoloDallas, den ich hier schon ein paarmal verlinkt hab, war auch auf der Suche danach, er will wirklich exakt so wie Angus klingen. Hatte früher auch ein Musikstudio, das er aber wieder aufgegeben hat. Er treibts so weit, dass er sogar alte Gibson-Gitarren aus den 70ern kauft und restauriert, weil die einfach besser klingen. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass ich auch so weit gehe, aber wer weiss...immerhin spielt der gute Mann seit über 20 Jahren. Von ihm ist auch die erwähnte Aufnahme. Mail mit Link kommt dann gleich
Die Zwölfsaiter kannste eigentlich ganz normal spielen, ist wie auf extrem dicken Saiten - die sind ja immer paarweise in Oktaven gestimmt (E-D-Saite) bzw. exakt gleich gestimmt G-e-Saite).
Ne Siebensaiter macht da mehr Probleme, um sich da zurechtzufinden, die tiefe H-Saite irritiert dann doch etwas, da z.B. ein E-Moll-Akkord auf der zweiten Saite anfängt. Ich brauch da immer ne Weile, bis ich mich daran gewöhnt habe. Wenn ich dann wieder auf ne Sechssaiter umsteige, habe ich das gleiche Problem andersrum: statt nem E-Moll greife ich dann nen A-sus2... arghs! Auf einer 12er spielt sich sogar fast angenehmer, da die Fingerkuppen durch die doppelte "Auflagefläche" nicht so zersäbelt werden Allerdings gehen keine Bendings (oder nur sehr bedingt) - zwei Saiten absolut identisch zu ziehen ist fast unmöglich - und das ist ein Riesennachteil für nen "Floydianer"
Hehe, ich glaub, da würd ich schon meine Schwierigkeiten haben
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