Man sollte ja ab und zu mal was Neues ausprobieren. Und wenns ein Hobby ist, sollte man es sich zugestehen, nicht immer gleich alles perfekt hinkriegen zu müssen. Finde ich. Fällt mir aber schwer, umzusetzen. Wenn mir beim Kochen was danebengeht, ärgere ich mich schnell mal, weil dann die ganze Mühe und Hingabe, die ich zovor aufgewendet habe, umsonst war. Aber eben nur, wenn ich den Anspruch erhebe, dass es perfekt sein soll.
Hab mich also heute an etwas Neues gewagt und vorher den Perfektionismus ausgesperrt. Grössenteils

Nachdem Sonja sich neulich Frühlingsrollen gewünscht hat, kam dann die Idee auf, einmal Makis selbst zu machen. Gestern dann die benötigten Sachen gekauft: Seetangblätter, Sushi-Reis, Hühnerfilet, Gurke, Bambusmatte für die Maki, Soja- und Bambussprossen für die Frühlingsrollen.
Heute gings dann los: Frühlingsrollen, Gurken- und Huhn-Maki.
Zunächst mal den Sushi-Reis hingestelt, dann den Teig für die Frühlingsrollen gemacht.
Anschliessend das Hühnerfilet in schmale Streifen geschnitten, in Teriyaki-Sauce und Öl eingelegt und in den Backofen geworfen, der auf Grill gestellt war.
Den Sushi-Reis mit Essig und etwas Salz abgeschmeckt und auf einem flachen Teller zum Abkühlen ausgebreitet.
Die Füllung für die Frühlingsrollen zubereitet, dünne Pfannkuchen gebacken, zum Abkühlen auf die Seite gestellt.
Und jetzt gings ans Maki-Wickeln. Interessanterweise ist es seeehr hilfreich, wenn man selbstgedrehte raucht, denn der manuelle Ablauf ist doch sehr ähnlich: Man verteilt den
Tabak Reis auf dem
Zigarettenpapier halbierten Seetangblättchen, das mit der glänzenden Seite nach unten auf der Bambusmatte liegt.
Den Reis also etwa 5 mm hoch und schön gleichmässig verteilen,mit feuchten Händen, sonst hat man den Reis an den Pfoten und nicht auf dem Seetang. Gurkenstick (ca. 1x1 cm Querschnitt) etwas vom unteren Rand entfernt auflegen und aufrollen.
Und der Trick beim "Schliessen" der Maki-Rolle ist quasi der gleiche wie beim Kippen-Drehen, man muss schauen, dass sich der untere Rand beim Aufrollen nicht selbständig macht, sondern schön mitgeht. Alles andere als einfach, und meine erste Rolle ist dann auch danebengegangen, zu viel Reis drauf gewesen.
Aus 250g Sushi-Reis sind so etwa 5-6 lange Maki-Rollen mit gegrilltem Huhn und Gurke entstanden. Zuzüglich der einen, die ich versaut hab. 2 sind super geworden, der Rest so lala und ist beim Essen wieder auseinandergefallen. Muss also noch üben.
Uschi hat die Maki-Rollen dann in handliche Stücke geschnitten und ich hab die Frühlingsrollen zusammengebaut und in Butter angebraten.
Der Reis war ne ziemlich fade Geschichte, da muss ich mir würzmässig noch was einfallen lassen. Sonja hat gemeint, unser normaler Reis schmeckt besser, müsste man direkt mal ausprobieren, ob das nicht eh auch funktionieren würde.
Aber derweil wartet noch ein halbes Kilo Sushi-Reis auf den Seetang

So, jetzt noch ein paar Fotos:
Frühlingsrollenfüllung:
Gegrillte Hühnerfiletstreifen:
Frühlingsrollenpfannkuchen:
Erster, misslungener Maki:
Zweiter, gelungener Maki:
Anbraten der Frühlingsrollen:
Hat Spass gemacht und bis auf ein wenig Grantelei beim Maki-Rollen war ich auch happy. Die Family hat mal grundsätzlich positiv geurteilt, wünscht sich aber würzigeren Reis. Lässt sich sicher machen

Für meine ersten Maki sicher kein so übles Ergebnis