Axel hat
hier und auch
in seinem Blog anlässlich der Frauenfussball-WM etwas beschrieben, was ich mir auch schon gedacht habe.
Ich hab das Spiel gegen Nigeria übrigens auch teilweise gesehen, und fand die Nigerianerinnen auch zu ruppig und die Schiedsrichterin auch zu blöd. Ich finde übrigens, dass die Frauenmannschaft ähnlich wie die Männermannschaft reagiert, wenn der Gegner ruppig vorgeht. Etwas verunsichert. Wobei die deutschen Jungs halt mehr dazu neigen, noch härter zurückzufoulen.
Worum es mir jetzt aber geht: Warum gibts überhaupt
Frauenfussball? Wäre es nicht viel eher im Sinne einer wahren Gleichberechtigung, wenn beide Weltmeisterschaften simultan abgehalten werden? Wird doch bei der Olympiade auch so gemacht. Wie bei vielen "Frauen"-Veranstaltungen ruft die geschlechtsbetonte Hervorhebung solcher Veranstaltungen bei mir immer leichtes Kopfschütteln hervor.
Wie Axel eben auch schreibt: "Wenn Männer spielen, heißt es doch auch einfach nur Fußball." Männer spielen Fussball, Frauen spielen Frauenfussball. "Frauenfussball" klingt für mich mehr nach Extrawurst oder auch nach "Ha, jetzt haben wir Frauen unsere eigene WM!" als nach banaler Gleichberechtigung. Nicht, dass ich die Frauenfussball-WM jetzt blöd finde, ich find sie völlig ok, und sie interessiert mich auch nicht weniger als die Männerfussball-WM. Sie sollen bitteschön einfach machen, was sie wollen, die lieben Frauen. Von mir aus dürfen sie auch gern auf den Rasen rotzen, dem Publikum den Finger zeigen und sich öffentlich am
Sack Arsch kratzen. Ist ihr gutes Recht. Männer sind ja auch Schweine. Aber diese betonte Verweiblichung geht mir schon etwas auf die Nerven.
Ob in den Stadien wohl ausschliesslich "Hot She-Dogs" und "HamburgerInnen" verkauft werden? Gut, dass die Bratwurst eh schon weiblich ist, da läuft man wenigstens nicht Gefahr, wegen Chauvinismus bei der Bestellung "männlicher" Snacks von der WurstbraterIn mit Senf bespritzt zu werden. Und ich wünsch mir dann bitte auch, dass die Finninnen nächstes Mal dabei sind.