Besonders cool finde ich ja, wenn sich Musiker aus aller Welt zu einer "virtuellen Band" zusammenfinden und dann "collaboration"-Videos zusammen produzieren. Und das hat vor kurzem mal wieder der Andre (Jaiminhopagina) gemacht. Mit einem eher unbekannten AC/DC-Song, "Night Prowler". Grossartige Performance und super editiertes Video:
So...letztes Wochenende war ich ja beim Fil SoloDallas in Rom. In erster Linie zum Kennenlernen, und um den ersten Prototypen der Replica zu hören.
Als Hörbehinderter allein in ein fremdes Land zu fliegen, in dem man sich dann auf Englisch verständigen muss, ist ein Thema für sich, darüber schreib ich später auch noch mal. Aber so arg wars dann eh wieder nicht.
Freitag Nachmittag bin ich in Rom gelandet und sehr herzlich vom Fil empfangen worden. Fil ist extrem nett, sehr locker und man kommt wirklich prima mit ihm aus.
Kurz zu ihm nach Hause, Gepäck abladen, und gleich weiter zum Guido. Guido ist Elektroniker und hat im Hause von Cloe Guitars seinen Amp-Shop, in dem er Verstärker repariert und Effektpedale entwirft und baut. Der Shop ist ausserhalb von Rom.
Als wir ankamen, war dann auch schon alles vorbereitet für den Testlauf: Eine A/B-Box zum Umschalten, ein originales Schaffer-Vega Diversity System (SVDS) und unsere Replica.
Erste Tests haben dann gezeigt, dass der Compressor in der Replika anders reagiert. Klingt zwar extrem gut, aber nicht ganz so wie das Original. Etwas enttäuscht wieder zurück nach Rom. Beim Abendessen ruft dann Guido an und sagt, er hat rausgefunden, was los war und bissi was umgebaut. Und er hat sich am Telefon ziemlich aufgeregt angehört
Am nächsten Tag ein wenig Sightseeing gemacht und dann wieder zum Guido. Und siehe da, wir haben keine Unterschiede mehr raushören können. Hundertprozentiger SVDS-Sound. Yay!
Also Replica und SVDS mit heimgenommen und im Lab ein paar Testaufnahmen mit Fil's eigenem Marshall gemacht. Grosse Begeisterung!
Aber jetzt Butter bei die Fische. Die Testaufnahme. Ein Stereo-Track, links Replica, rechts originales SVDS: proto-all.mp3.
Natürlich haben wir nicht nur probegehört, sondern auch technisch verglichen. Audacity Frequenzanalyse des Test-Tracks. Auch hier wieder links Replica und rechts Original-SVDS:
Linker Kanal, Replica. Click to enlarge.
Rechter Kanal, SVDS. Click to enlarge.
Und nun noch ein paar Fotos von der Geschichte. Alle Fotos click to enlarge:
Ich war ja immer schon neugierig, wie sich die andere "Familie" der Marshall-Amps anhört, die ohne Master-Volume. Und nach ein paar Tagen mit dem neuen 1987X (ein 1959 war mir dann doch zu viel des Guten) kann ich sagen, dass ich echt schwer begeistert bin. Sehr rotziger, ehrlicher Ton und eben ohne die gewisse Master-Volume-Charakteristik des 2204. Geil!
Weil ich nicht immer nur shookme oder anderes vom Back in Black-Album lernen will, und der Fil das ausserdem neulich gecovert hat, hab ich mir mal die Rhythmus-Griffe beigebracht und zum Video mitgespielt. Das Ganze dann nach ein paar Mal üben mit dem iPhone aufgenommen (Ton allerdings separat mit Mikrofon). Hat irre Spass gemacht, der Song ist super zum Dampf ablassen. Und es ist ein typischer AC/DC-Song. Simple, but not easy. Statt des Solos hab ich mt Ryhthmus weitergemacht und am Ende dann Probleme gehabt, wieder richtig richtig einzusetzen. Mitunter hör ichs einfach nicht raus, meistens dann, wenn der Angus nicht fix auf rechts gemischt ist. Da hilft nur try and error und das Timing dann auswendig lernen, wenns mal gepasst hat. Keine Ahnung, ob das Normalhörenden auch so geht?
von der Gitarrenfront. Wegen des Replika-Projekts und anderer Dinge komm ich derzeit nicht so oft zum spielen und schon gar nicht dazu, neue Sachen zu lernen. Sprich: den Rest vom Shookme-Solo. VIELLEICHT schaff ich es noch, den Rest des Songs dieses Jahr einzuüben. Aktueller Stand der Dinge ist jetzt wie folgt. Gespielt auf der 1969er SG, aufgenommen mit iPhone und Shure Kondensator-Mic:
So, wird Zeit, dass sich mal wieder was tut hier. Sorry für die Pause, aber ich hab momentan einfach irre viel zu tun, und wenn ich dann mal frei hab, wird Gitarre gespielt oder mit der Familie oder mit Uschi was unternommen.
Heute hab ich aber eine nette Mail von Musik-Schmidt in Frankfurt bekommen, die ich ja in meiner Blogroll habe, weil sie, anders als Thomann, richtig gute Testvideos mit Instrumenten und Verstärkern machen. Was auch der Grund für die Aufnahme in meine Blogroll war. Deren test-Videos sind kein Marketing-Mist, sondern hier landen die Karten auf dem Tisch.
Aus Musik-Schmidt ist nun Session Music geworden. Und deren Blog mit den von mir so gemochten Test-Videos ist ebenfalls dort online.
Tjo, bleibt mir nur, den Herrschaften weiterhin gute Geschäfte zu wünschen
Disclaimer: Dies ist kein bezahlter Blogeintrag, ich bekomme dafür nichts, und ich wurde auch nicht von Musik-Schmidt/Session Music darum gebeten, etwas dazu zu schreiben. Hier gibts keine bezahlten Einträge. Ich mag die Firma, das ist alles.
Video von SoloDallas mit dem Schaffer-Vega Diversity System.
"Gone shootin'", vom Powerage Album. Blues vom Feinsten. Powerage ist ohnehin eines der unterschätzten AC/DC-Alben.
Gesamter Song komplett mit dem Schaffer-Vega Diversity System gespielt. Replica-News gibts derweil noch keine. Gut Ding braucht Weile
Natürlich lässt es sich der Fil "SoloDallas" nicht nehmen und probiert jetzt den Sound sämtlicher AC/DC-Alben mit dem Schaffer-Vega durch. Neueste Erkenntnis: Im Studio wurde das Schaffer-Vega Diversity System anfangs nur für die Solos verwendet, vermutlich wegen der Compressor/Boost-Kombination, die die Solos dann schön über den Rest der Band gehoben hat.
Einen ersten Prototyp der Replika des Schaffer-Vega Diversity Systems sollte es sehr bald geben, vermutlich kommende oder übernächste Woche. Die ersten 50 Geräte werden ein exakter Nachbau des originalen Empfängers, inklusive der Analoganzeige:
Und weil Fil "SoloDallas" nicht nur AC/DC-Fan, sondern auch kreativer Musiker ist, hat er sich einen der wenigen AC/DC-Songs ohne Gitarren-Solo vom Angus genommen und sein eigenes Solo ans Ende gesetzt.
Zu hören gibts "Gimme a bullet" vom "Powerage"-Album, dessen Sound von den Master-Volume Marshall-Modellen 2203 und 2204 geprägt ist. Mit einem fantastischen, perfekt zum Song passenden, selbst geschriebenen Solo vom Fil. Rhythmus-Spiel via Kabel, Solo via Schaffer-Vega Diversity-System.
Heute gibts mal was Besonderes für die Ohren und für die Gearheads.
Ich mache ja auf solodallas.net mit, quasi seit es die Site gibt. Angefangen hat der SoloDallas (Filippo Olivieri, kurz Fil, Rom) mit dieser Site, nachdem man ihm bei youtube seinen Account (weit über 2 Millionen Views) wegen "Urheberrechtsverletzungen" gelöscht hat.
Fil ist professioneller Musiker, besass mal ein Studio und soielt seit gut 30 Jahren Gitarre. Irgendwann aus Langeweile hat er dann mal angefangen, sich in besagtem Studio mit der Laptop-Kamera aufzunehmen und hat das auf Youtube hochgeladen. Das hat sich dann entwickelt und kurz bevor man ihm dann den Account gelöscht hat, hat er mit vielen AC/DC-Tutorials und Performance-Videos weit über 2 Millionen Views gehabt.
Gut, auf Youtube geschissen und ne eigene Site aufgemacht. Mit neuen Tutorials und Videos. Und der Suche nach dem legendären "Back in Black"-Sound. Gemeint ist das Album.
Sehr Ihr die kleine Kiste auf der Lautsprecherbox links neben dem Ampeg-Verstärker? Das ist Angus' Wireless-Empfänger, ein Schaffer-Vega Diversity System, erfunden 1976/77 von Ken Schaffer. Grundsätzlich eines der ersten Wireless-Geräte für Gitarre, mit einer genialen Kompressor/Boost-Kombination.
Mehr Bilder von dem Gerät weiter unten. Und nicht nur AC/DC haben es benutzt, sondern auch: die Rolling Stones, Van Halen, Steve Miller, Mahogany Rush, Peter Gabriel, Fleetwood Mac, Black Sabbath, Bay City Rollers, Kiss, Thin Lizzy, Beach Boys, Aerosmith, Foreigner, Pink Floyd und etliche mehr. Kurz: Für mich der Rock-Sound der 70er/80er.
Ja, das ist belegt. Vom Erfinder Ken Schaffer persönlich. Kein Scheiss.
Schlussendlich hat der Fil es geschafft, mit dem Erfinder Ken Schaffer Kontakt aufzunehmen, und hat von ihm die letzten zwei Geräte aus seinem Besitz bekommen. Und jetzt spielt er auch drauf. Und das Beste: wir werden die tonformende Elektronik 1:1 nachbauen, und das Ganze wird als Effektgerät (Pedal) kaufbar sein. Yay!
Weiter unten später mehr dazu, jetzt erstmal Auftritt Fil. Mit Back in Black und dem Schaffer-Vega Diversity-System:
So, und wie klingt die 69er SG jetzt? So: Test5-ohne-Vocals.mp3
Hab gestern nen freien Tag eingelegt und ab 2 nachmittags gespielt, bis dann abends meine Ohren w/o gegeben haben Leider hab ich dann am Ende, vor der obigen Aufnahme den Bass am Verstärker ein wenig rausgenommen (von 3 runter auf 2), unnötigerweise, finde ich. Aber gut, klingt trotzdem nicht übel, find ich.
für den Henning. Nicht die Speisekammer, sondern die Kabelkammer meiner 69er SG. Ausserdem hab ich heute gelernt, dass man bei Vintage-Gitarren andere Masstäbe anlegen muss, was die Lautstärke angeht. Klar, der 1969er Humbucker hat halt nachgelassen. Aber dann dreht man halt Wireless und Verstärker weiter auf, und dann geht das schon. Gut, man muss bissi mehr anpassen, weil die alte Lady einfach nen anderen Ton und andere Eigenarten hat.
Aber wenn mans dann mal raus hat mit den Einstellungen, hat man einen VERDAMMT GEILEN Ton!
So, und jetzt die Kammerbilder. Klick aufs Bild für grosse Ansicht:
und schon wieder veraltet. ich hab nämlich das kleine Lick zwischen den Rhythmus-Akkorden falsch gespielt, wie mir SoloDallas gesagt hat. Also neu eingeübt, und siehe da: klingt doch gleich besser:
hab ich in der Ungarn-Woche. So ab mittags, nach dem Essen. Gitarre her, raus auf die Terrasse, Bier auf, und loslegen. Und so langsam aber sicher wird mein Solospiel flüssiger.
Mitunter hab ich das Solo von "You shook me all night long" stundenlang geübt. Beziehungsweise den Teil, den ich bisher auswendig gelernt hab. Und noch ein paar Sekunden dazugelernt. Jetzt fehlen mir nur mehr so ca. 4 Sekunden. Wird auch noch.