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Tasting notes: Laphroaig

War mein erster “echter” Whisky, hab ich jetzt etwa ein Jahr, Flasche noch halb voll. Ist der normale 10-Jährige. Die erste Probe war ziemlich heftig, der Laphroaig riecht extrem nach Medizin und Lösungsmitteln und ich hatte damals noch kaum Whiskey-Erfahrung, vom Jack Daniels und Glenfiddich abgesehen. Ist er mal handwarm, riecht man dann auch den Torf raus. Ziemlich mächtiger, torfiger und rauchiger Geschmack, aber ein sehr angenehmer und sanfter Abgang. Hinterlässt eine leicht nussige, ölige, hm, vielleicht lakritzige (?) Note auf der Zunge. Man schmeckt Rauch, Torf, Meer, und ich bilde mir ausserdem noch Lakritze ein 🙂
Das Bestimmungsbuch schreibt von Seetang, naja, vielleicht ist das meine Lakritze 🙂
Mit ein paar Tropfen Wasser (verträgt er mit seinen 53% auch ganz gut) verstärkt sich der Lakritzeindruck.
Eigentlich ist der Laphroaig kein Anfängerwhisky (und ich bin Anfänger :-)), deswegen hab ich auch etliche Gläser gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen.
Mittlerweile mag ich ihn aber sehr und er ist mein bisheriger Lieblingswhisky. Ein Whisky darf bei mir gern stark und rauchig sein, ich mag nur keine harten Abgänge, die sich anfühlen und -schmecken, als hätt ich grad am Domestos genippt…
Heftiger Kerl, am liebsten nach dem Essen. Und der sanfte Abgang sorgt auch dafür, dass das Gegessene an Ort und Stelle bleibt 🙂

Und jetzt jes ich noch ein wenig im Whiskyfan-Blog, trinke noch eine winzige Portion Laphoraig und hau mich dann ins Bett 🙂

Einkaufen

Guten Whisky zu beschaffen ist nicht immer einfach, die Supermärkte haben fast alle nur die Mainstream-Sorten, der Meinl am Graben ist zwar besser bestückt (hat z.B. den fantastischen Famous Grouse, den schottischen Alltagswhisky für AFAIR moderate 25 Euro), und Wien hat eh auch ein paar gute Whiskyläden mit grosser Auswahl.
Noch mehr Auswahl gibts allerdings dort: The Whisky Store. Coole Sache, haben auch meinen heissgeliebten Sherry-flavoured Aberlour.